Der Rasen muss brennen!
Macht, Geld und Korruption

Kommentar. Elf Fußballclubs gegen den Rest der Welt oder eher gesagt, Super League wir kommen — noch nicht ganz.

Eine Sache, die den Fußball doch ausmacht, ist: Jede*r kann ihn spielen und sich daran erfreuen. Jedoch ist in den letzten Jahren vermehrt der Kommerz über die Romantik gestellt worden. Gerade für Fans ist es schon Alltag geworden, wenn der Lieblingsspieler seinen Vertrag nicht mehr erfüllt. Deswegen ist es weniger überraschend, das nach dem Spiegelbericht und dem ARD-Beitrag zu ’Football Leaks’ die Resonanz verhalten war. Gar war es interessanter, dass Lischen Müller auf Instagram was Böses gegen den Bayern Trainer gepostet hat und anschließend alle Bilder von sich und ihrem Mann, Thomas Müller gelöscht hat — Skandal!
Dem FC Bayern könne dies nur Recht sein, denn so wird in den gängigen Fußballtalkshows, die Sonntagmorgens in zig Wohnzimmern laufen, darüber gesprochen, was eine Spielerfrau darf und was nicht und nicht über ein Abwandern aus der Liga.

Hallo Super League

Diese vermeintliche Eliteliga soll den elf Gründerteams eine bessere Ausschüttung garantieren, als sie jetzt schon in der Champions League bekommen. Man müsse aber hinterfragen, ob es sinnvoll sei, Vereine, die aktuell nicht mal in der Champions League spielen, wie den AC Mailand, FC Chelsea und Arsenal als Gründungsmitglied dazu zu zählen. Allgemein wirkt das Zusammenkommen der elf Clubs aktuell nicht leistungsorientiert, denn bis auf Manchester City, Barcelona und Paris kann keiner für sich den ersten Platz behaupten. Hauptsache, die Investoren aus Qatar, China, Amerika und Saudi-Arabien haben Spaß. Und auch wenn Joachim Watzke die Bundesliga als Kulturgut betitelt und es undenkbar sei, dieses zu verlassen oder Karl-Heinz Rummenigge sich sicher ist, dass kein europäischer Club sich dem Thema Super League jemals genähert hat, klingt ein eindeutiges Dementi anders. Der letzte Spieltag hat uns doch gezeigt, wie toll die Bundesliga sein kann, ohne sie würde auch ein Stück Heimat fehlen.
Zum Glück können wir die Bundesliga auf jeden Fall bis 2021 genießen. Denn stand jetzt wird es keine Super League geben.

:Abena Appiah