Der LAT NRW fordert gesehen zu werden!
Landes-ASten Forderungen
Bild: CC0
Symbolbild

Das Landes-ASten Treffen NRW setzt sich für Studierende ein. Über Instagram wenden sie sich an die CDU NRW und die Grüne NRW und präsentieren ihre zentralen Forderungen an die neue Landesregierung. 

Der freiwillige Zusammenschluss der ASten in NRW, auch Landes-ASten-Treffen NRW genannt (kurz: LAT NRW) wendet sich an die CDU und Grüne, die in NRW eine Landesregierung verhandeln und fordert, dass die rund 770.000 Studierenden in NRW nicht in Vergessenheit geraten. Sechs zentrale Forderungen präsentieren sie auf Instagram. 

Kurz zusammengefasst:  

Die Forderungen sind den drei Überpunkten „Studium, Lehre und Bildungsgerechtigkeit“, „Demokratie und Arbeitsrecht“ und „Nachhaltigkeit und Infrastruktur“ untergeordnet und sollen Studierenden nicht nur das Studium erleichtern, sondern auch unter anderem dazu beitragen, Universitäten und Hochschulen klimaneutral zu gestalten. 

Wir stellen die wichtigsten Forderungen vor: 

Mit der Kampagne „SOS Semesterbeitrag“ macht die LAT NRW darauf aufmerksam, dass die Semesterbeiträge, welche sich aus dem Betrag für das Studierendenwerk und dem Semesterticket zusammensetzen, ständig steigen und für viele Studierende immer unbezahlbarer werden. Gefordert wird eine Erhöhung der landesseitigen Förderung der Studierendenwerke und die Mitfinanzierung der Semestertickets durch das Land, um den steigenden Kosten entgegenzuwirken und die Nutzung des ÖPNV zu steigern. Davon sollen auch Auszubildende oder Menschen im FSJ und BFD profitieren. 

 Die LAT NRW fordert auch eine stärkere Bildungsgerechtigkeit, durch zusätzliche Nachteilsausgleiche im Hochschulgesetz, zum Beispiel durch  finanzierte Beschwerdestellen, um Sexismus und Diskriminierung entgegenzuwirken. Eine Förderung der digitalisierten Lehre und die Erneuerung der Hochschulinfrastruktur soll dazu beitragen, Studierende mit chronischen Erkrankungen oder mit Behinderung stärker zu berücksichtigen.  

Gefordert wird auch die Rückkehr der Zivilklausel, welche 2019 aus dem Hochschulgesetz gestrichen wurde. Diese soll nicht nur wieder eingeführt, sondern auch ausgeweitet und reformiert werden. Nachhaltigkeit soll wieder Ziel der Hochschulen werden und an verschiedenen Stellen ins Hochschulgesetz aufgenommen werden, um die Prinzipien der Bildung für nachhaltige Entwicklung zu stärken. Die LAT NRW möchte dazu beitragen, dass Hochschulen dazu verpflichtet und befähigt werden, bis 2030 Klimaneutralität und zudem auch Barrierefreiheit zu erreichen.  

Des weiteren wird ein größeres Mitbestimmungsrecht für Studierende gefordert, sowie ein gleiches Stimmgewicht in den Senaten und Fachbereichsräten. Als geeignete Mittel stellt die LAT NRW eine finanzielle Entschädigung und eine Bereitstellung von Büroräumen vor. Damit soll studentischen Mitgliedern in Hochschulgremien eine besondere Unterstützung zugesprochen werden, da ihnen nicht dieselben, sogar weniger Ressourcen als den anderen Mitgliedern zur Verfügung stehen. Im Ergebnis soll dies dazu führen, dass die Studierendenschaft auf politischer Ebene umfänglicher vertreten werden kann.  

Zudem wird ein Tarifvertrag für studentische Beschäftigte gefordert. Die  tariflichen Regelungen der Arbeitsbedingungen für Studierende fallen deutlich schlechter aus, als die der anderen Beschäftigten an NRW.  TV Stud ist eine Initiative, die dagegen wirken möchte und existenzsichere Löhne für Studierende fordert. Mehr dazu: https://tvstud.de  

Wer sich detaillierter mit den Forderungen des LAT NRW auseinandersetzen möchte, kann das sehr gerne über den nachfolgenden Link: https://latnrw.de/2022/04/06/forderungen-zur-landtagswahl-2022/ 

 :Miena Momandi

 

 

Autor(in):