Neuauflage der Kritischen Einführungswochen
Kritik zum Semesterstart
Bild: KriWo
Wieder am Start: Auch das Rote Sofa der KriWo wartet in diesem Jahr sicher auf die*den ein oder andere*n interessierte*n Studi. Bild: KriWo
Wieder am Start: Auch das Rote Sofa der KriWo wartet in diesem Jahr sicher auf die*den ein oder andere*n interessierte*n Studi.

Bereits im letzten Jahr wurde das Konzept der KriWo, welche für die Erstsemester der Sozialwissenschaften seit langer Zeit angeboten wird, auf die komplette Uni ausgeweitet. Für die neue Ausgabe 2019 erhoffen sich die Organisator*innen noch viel mehr, denn sie wollen nicht nur an den Erfolg aus dem vergangenen Jahr mit insgesamt über 1.000 Besucher*innen
(:bsz 1166) anknüpfen, sondern alles noch ein bisschen besser machen. Hierzu hat man sich nicht nur neue Gruppen ins Boot geholt, sondern bietet auch verschiedene Angebotsformate an, vom klassischen Vortrag über Stadtrundgänge bis zum Mitmach-Workshop. „Nicht zu vergessen, dass es auch unsere legendäre KriWo Party geben wird“, berichtet das Orgateam.

Zwischen Stadt und Campus

Dass die KriWo seit jeher als Bindeglied zwischen dem universitären und städtischen Leben in Bochum darstellt, wird auch in diesem Jahr wieder zu erkennen sein. Bochumer Antifaschist*innen berichten über Nazistrukturen in der Stadt und auf dem Campus, das Netzwerk „Stadt für Alle“ bietet Veranstaltungen zum fairen Wohnen an und der Politikwissenschaftler und Historiker Peter Römer referiert zum Thema Menschenfeindlichkeit in der Fußball-Fanszene, ein Thema, das spätestens seit der Gründung von HoGeSa (Hooligans gegen Salafisten) unter der Mithilfe eines Bochumer Hooligans auch im Ruhrstadion von Bedeutung ist.
Besonders glücklich sind die Organisator*innen über die Zusagen der Initiative Oury Jalloh und dem Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus. „Beide Gruppen nehmen einen längeren Weg auf sich und bringen unglaublich spannende Themen mit, die auch kontrovers sind. Wir erwarten, dass es dort einen großen Andrang geben wird“, erhofft man sich im Orga-Team.

Selbstorganisiert

Wie im vergangenen Jahr werden alle Veranstaltungen von verschiedenen Fachschaftsräten, allem voran dem FSR Sozialwissenschaften, politischen und hochschulpolitischen Gruppen und den autonomen Referaten organisiert. Der AStA beteiligt sich nicht an der Aktion. Das heißt jedoch nicht, dass man nicht offen gegenüber einer Beteiligung des AStA ist, mit einem Zwinkern verrät man: „Im AStA gab es ja auch gerade einige Umbrüche, also falls der AStA sich auf dem Weg machen will, cooler zu werden, ihr seid willkommen.“
Die Hauptorganisator*innen sind wie im vergangenen Jahr im FSR Sowi zu finden, doch man freut sich dort über jede helfende Hand. Mit einem leichten Seitenhieb gegen eine andere im Gebäude GD untergebrachte Fakultät verraten die Organisator*innen: „Wir haben auch dieses Jahr mehrere Menschen dabei gehabt, die nicht im FSR sind, sondern zum Beispiel aus so exotischen Studiengängen wie der Wirtschaftswissenschaft kommen.“
Insgesamt steigt die Vorfreude im Orga-Team von Tag zu Tag und für den Start am 24. April und den Verlauf bis zum 5. Mai wünschen sich die Organisator*innen, viele Menschen zu inspirieren und zu motivieren, sich selbst politisch und gesellschaftlich zu engagieren. „Das wäre neben einer Mordsparty das schönste Ergebnis der KriWo 2019“.            

       :Justin Mantoan

 

Info:Box

Kritische Einführungswoche vom 24. April bis 5. Mai 2019 an der RUB.
Mehr Infos unter kriwo.home.blog