23. Echternacher Schnellschach-Open lockt auch RUB-Studi nach Luxemburg
Krieg auf dem Brett
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Rauchende Köpfe: Sven Heintze (links) musste sich nach einem guten Start geschlagen geben. Foto: ken
Rauchende Köpfe: Sven Heintze (links) musste sich nach einem guten Start geschlagen geben.
Vor historischer Kulisse wurden über 150 Schlachten friedlich und mit Bedacht ausgetragen: Die ehemalige Abtei Echternach hat zum 23. Mal zum Schnellschach-Turnier eingeladen. Mit über 300 TeilnehmerInnen zählt es zu den größeren Schach-Events. Auch SoWi-Student Sven zog es zu dem Turnier.
 
Kaum ein Sport-Ereignis trägt sich so ruhig zu, wie es am vergangenen Wochenende in Echternach (Luxemburg, nahe der deutschen Grenze) der Fall war. Die Anspannung war spürbar, das Stresslevel gerade am zweiten Tag besonders hoch, denn nach zwei Stunden Fahrt, fünf Runden am Samstag und einer kurzen Nacht in einer Jugendherberge ging es in die nächsten vier Runden.

Nicht nur Figuren schubsen 

SoWi-Studi Sven Heintze nahm zum 12. Mal an dem Turnier teil. „Ich würde gern mindestens 4 ½ Punkte aus 9 Spielen holen“, erklärt der 24-Jährige sein Ziel. Für ihn sei es zum einen ein persönlicher Erfolg, der ihn in seinem Hobby weiter bringe, zum anderen lockten die bis zu 150 Euro Gewinn, die den fünf besten SpielerInnen mit einem Rating (so wird bei SchachspielerInnen die Spielstärke genannt) von unter 1699 Punkten winken.
 
Für Nicht-SpielerInnen mag es völlig unverständlich sein, wieso sich Schachbegeisterte mehrere Stunden vor ein Brett setzen und über den nächsten Zug nachdenken, geschweige denn, dass man das Holzfigurenschieben als Sport bezeichnet. Dennoch muss man sich eingestehen, dass es genau das ist: Sport. Am Ende des ersten Tages, nach fünf der neun Spiele, ist Sven völlig erschöpft. Obwohl es „nur“ Nachdenken und „nur“ ein Schnellschachturnier ist und keine Turnierpartie.

Am Ende erfolgreich 

 „Der zweite Tag ist immer anstrengender, aber häufig werden Spieler auch nachlässig“, resümiert Sven den ersten Tag und fügt schmunzelnd hinzu, dass die einen oder anderen den Abend etwas länger ausklingen lassen und Sonntag um 9:30 Uhr zum Start der ersten Runde noch nicht wieder ganz fit sind.  
 
Mit 4 ½ Punkten hat er tatsächlich sein persönliches Ziel erreicht, für einen Preis in seiner Rating-Gruppe hat es aber nicht gereicht. Mit leeren Händen geht er dennoch nicht nach Hause: Sein Verein Schwarz-Weiß Oberhausen (SWOB) gewinnt sechs Flaschen Sekt für die Anreise mit über 30 Leuten.
 
:Kendra Smielowski 
 

Zeit:Punkt

RUB-Cup Schach
• 5. Juli, 16 Uhr. AZ, RUB. 
Maximal 40 TeilnehmerInnen
Voranmeldung per Mail an: