Uni-Center krankt an Leerstand
Kommentar: Warum nicht den Studis geben?

Leerstand und Tristesse, wohin man blickt: Besonders Richtung Schwimmbad und in den oberen Etagen des Uni-Centers liegen die Ladenlokale brach. Verantwortlich dafür sind die Stadt Bochum und die Firma Grand City Property (GCP), die das Uni-Center zum 1. Januar 2016 übernommen hat. Bringt endlich Leben in die Bude und überlasst die Räume den Studierenden!

Abends noch am Tresen ein Bier trinken, einer Lesung lauschen, eine Ausstellung organisieren oder einfach mal in geselliger Runde chillen? Allesamt nette Tätigkeiten, die auch innerhalb der Studierendenschaft gepflegt werden können. Was es dafür – neben Zeit und Leute, die anpacken, – braucht: Infrastruktur, nutzbare Räumlichkeiten. Und die gibt es. Wer das Uni-Center Richtung Schwimmbad passiert, kennt dieses jämmerliche Bild. 

Am 1. Januar hat die Firma Grand City Property (GCP) die Einkaufsmeile übernommen. Mittel- wie langfristiges Ziel sei, wie es auf Anfrage dieser Zeitung heißt, das Gebäude durch Investitionen aufzuwerten, um wieder gewerbliche MieterInnen zu finden.

Unkommerzielle Nutzung

Die Frage ist nur, ob überhaupt weitere Gewerbeflächen notwendig sind: Brauchen wir wirklich weitere MobilnetzanbieterInnen-Werbeterror-Stützpunkte, dritte und vierte Discounter-Höhlen, 1-Euro-Shop-Bunker oder Fastfood-Kasernen?

GCP und die Stadt sollten umschwenken: Um wieder Leben in die Bude zu kriegen, könnten sie die Räumlichkeiten für studentische oder soziale Projekte zur Verfügung stellen. Kostenlos und unkommerziell natürlich! In dieser Frage dürfen sich auch hochschulpolitische Listen einmischen, wollen sie dazu beitragen, das studentische Leben auf wie um den Campus zu verbessern. Denn dieses traurige Geisterstädtchen jenseits der Uni-Brücke ist ganz sicher nicht im studentischen Interesse.

:bsz Dir Deine Meinung:

Was sagst Du zum Leerstand im Uni-Center? Sollen die Räume wirklich Studierenden gegeben werden? Hast Du Ideen? Schreib uns Deine Meinung an: redaktion@bszonline.de

 

:Benjamin Trilling