Die Welt solidarisiert sich mit den Opfern von Orlando
Kommentar: Muss man/frau sich positionieren?
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Die RUB solidarisch mit Orlando: Nur eine Vision? Foto: RUB, Bearbeitung: mar
Die RUB solidarisch mit Orlando: Nur eine Vision?

 

Wieso fragt die :bsz nach Stellungnahmen zu einem Attentat, das weit weg geschehen ist? Das ist leicht zu beantworten. Referate vertreten uns, die Studierendenschaft. Die Autonomen immer eine bestimmte Gruppe von Menschen, die häufig Diskriminierungen ausgesetzt sind; das AusländerInnenReferat die AusländerInnen, das Referat für Menschen mit Behinderungen ebendiese. Ein Geschehen, das ihre Arbeit betrifft, sollten sie diskutieren. Nicht im kleinen Kreis, sondern öffentlich, schließlich erhalten sie zur Verwirklichung ihrer Ziele finanzielle Unterstützung aus unseren Sozialbeiträgen. 
 
Eine gewisse Präsenz ist daher unerlässlich. Müssen sie deshalb zu allem Stellung nehmen, was das aktuelle Weltgeschehen zu bieten hat? Das kann man, nicht ganz so pauschal, grundsätzlich bejahen. Solidarisierung ist das Zauberwort.

Internationale Zeichen der Empathie 

Das Attentat von Orlando mag weit weg sein. Aber es ist genau das, wogegen diese Referate eintreten. Hier kamen Rassismus und Gewalt gegen eine Minderheit in einem grausamen Verbrechen zusammen, das eine politische Message beinhaltet. Dieser müssen alle widersprechen, die sich dazu berufen fühlen, für die  Gleichberechtigung Homosexueller einzutreten. Im Internet war die Empathie groß. Als Symbol gegen Fremdenhass etablierten sich innerhalb weniger Stunden unter dem Hashtag #towmenkissing die Bilder von sich küssenden Paaren. Wahrzeichen auf der ganzen Welt leuchteten in den symbolischen Regenbogenfarben. Laut Umfrage einer deutschen überregionalen Tageszeitung hielten die meisten LeserInnen es auch für wichtig und richtig, ein „Zeichen der Trauer und der Solidarität zu setzen“. An der RUB sah man das teilweise anders.
:ksz
 
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