Für ein besseres Klima: Aktionen im Ruhrgebiet gegen Braunkohleabbau
Klimaschutz fängt hier an
Foto: Herbert Sauerwein
Mit weißen Anzügen gegen das Treibhausgas: Ein Dresscode, welcher üblich ist bei den Protestmärschen. Foto: Herbert Sauerwein
Mit weißen Anzügen gegen das Treibhausgas: Ein Dresscode, welcher üblich ist bei den Protestmärschen.

Engagement. Braunkohleabbau stoppen: Das ist das Ziel der AktivistInnen, die im Rahmen von „Ende Gelände“ friedlich protestieren.

„Ich will nicht in Verlegenheit kommen, dass mich Menschen in 30 Jahren fragen: Warum hast Du nichts gemacht?“ Dario ist Student im Fach Umwelttechnik- und Ressourcenmanagement, setzt sich für den Klimaschutz ein und ist Teil der Gruppe „Klimavernetzung Ruhr“. Etwa 20 AktivistInnen zwischen Bochum und Duis-

burg wollen auf das Weltklima und Umweltthemen aufmerksam machen. Zum Beispiel, was die ökologischen Folgen von Braunkohlebergbau angeht: Absenkung des Grundwasserspiegels und hohe CO2-Emissionswerte. Braunkohleabbau in NRW macht etwa 10 Prozent des gesamtdeutschen Treibhausgasausstoßes aus. Man wolle mit Vorträgen „mobilisieren und sensibilisieren“. Kennengelernt haben die AktivistInnen sich im Rahmen von „Ende Gelände“. Der Zusammenschluss verschiedener Gruppierungen setzt Zeichen des Protests gegen den Braunkohleabbau. Vom 24. bis zum 29. August sind mehrere Aktionen im Rheinland geplant. Das Ziel: „Die größte CO2-Quelle Europas still zu legen.“ 

Friedlicher Ungehorsam

Die Mittel sind immer friedlich, eine „offen angekündigte Massenblockade“, wie der Website von „Ende Gelände“ zu entnehmen ist. Man wolle weder Menschen gefährden noch Eskalationen provozieren. Ob Schienenbesetzung oder Fahrradtouren – die Beteiligung kann unterschiedlich ausfallen. Wer mitmachen möchte, braucht keine Anmeldung: Einfach das Zelt einpacken und hin da. 

Für Dario, der bereits letztes Jahr aktiv dabei gewesen ist, ist vor allem der „Querschnitt der Gesellschaft wunderschön“, welcher dort vertreten ist: Neben der großen Gruppe der 20 bis 30-Jährigen sind auch viele deutlich Ältere dabei. Zeitgleich werden auch Workshops zum Thema Klima und Umweltschutz im Rahmen des Klimacamps angeboten. „Man geht dahin und hat hoffentlich eine wunderschöne Aktion“, resümiert Dario.

Interessierte können online (tinyurl.com/y7oe7gah und tinyurl.com/y8n6sqlf) mehr Infos finden oder sich lokal an „Klimavernetzung Ruhr“ wenden (tinyurl.com/yayrgyqe/). Die nächste Veranstaltung zum Thema „System Change NOT Climate Change“ findet am 3. August um 19 Uhr an der TU Dortmund statt. Eintritt ist frei. 

:Andrea Lorenz