Beschluss vom StuPa
Keine Finanzierung mehr für die Gremienberatung
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Bindeglied zwischen Universität und Studierenden: Für den neuen Haushaltsplan schaffte die AStA-Koalition die Gremienberatung ab.  Bild: stem
Bindeglied zwischen Universität und Studierenden: Für den neuen Haushaltsplan schaffte die AStA-Koalition die Gremienberatung ab.

HoPo. Mit dem neuen Haushaltsplan haben die koalitionsbildenden Listen im AStA die Finanzierung der Gremienberatung gestrichen, die als Verbindung zwischen Studierendenschaft und Universität fungierte.

Im Zuge des neuen Haushaltsplans des AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss) wurde durch die AStA-bildende Koalition aus NaWi, iL, GeWi, ReWi und JuLis im Studierendenparlament (StuPa) die Finanzierung der Gremienberatung gestrichen. Die Gremienberatung diente in der Vergangenheit als Bindeglied zwischen der studentischen und der akademischen Selbstverwaltung in Form von Senat, Fakultätsräten, Universitätskommissionen, Ausschüssen und Beiräten. Grund für die Streichung ist laut der AStA-Vorsitzenden Yara Mattes eine fehlende Bereitschaft der aktuellen Koalition, den Posten weiter zu finanzieren. Die Gremienberatung sei außerhalb von Koalitionsverträgen nicht definiert. In der Vergangenheit setzten sich Jusos für die Weiterfinanzierung ein. Diese sind derzeit jedoch nicht mehr Teil der Koalition.

Brücke zwischen Senat und Studierenden

„Langfristig finde ich das ein wenig gefährlich. Unabhängig davon, wer das macht, ist es eine Brücke gewesen, die gebaut wurde und recht stabil war,“ sagt Beatrice van Berk, Gremienberaterin und Mitglied der studentischen Senatsfraktion. Diese Bedenken werden vom AStA nicht geteilt. „Auch die Koalition hat Vertreter*innen im Senat. Zudem bin ich als Vorsitzende des AStAs auch beratendes Mitglied im Senat. Der Informationsfluss sollte also nicht abbrechen“, so Yara Mattes. Die Arbeit der Gremienberatung könne zukünftig außerdem von den FSVK-Sprecher*innen (Fachschaftsvertreter*innenkonferenz) übernommen werden, die ebenfalls Teil der studentischen Selbstverwaltung sind. Diese würden bereits jetzt teilweise die Aufgaben der Gremienberatung übernehmen, so der AStA. Laut Beatrice van Berk liegt ein Grund für die Einschätzung des AStA in überholten Personalstrukturen: „Es gab oftmals sowas, dass jemand FSVK-Sprecher war, in den Senat gekommen ist und dann Gremienberatung geworden ist. Es waren oft personelle Überschneidungen.“ Die FSVK-Sprecher*innen standen bis Redaktionsschluss nicht zum Kommentar zur Verfügung.

Kommunikation

Die Berater*innen Beatrice van Berk und Lennart Brinkmann bemängeln eine fehlende Kommunikation bei der Entscheidung. Sie seien „enttäuscht besonders darüber, dass die AStA-Koalition, bevor sie diese Entscheidung getroffen haben, nicht mit uns das Gespräch gesucht hat,“ so Brinkmann. Der AStA räumt die fehlende Kommunikation ein, sieht diese jedoch auf beiden Seiten. So seien die Mitglieder der Gremienberatung im vergangenen Jahr „auf keiner
AStA-Sitzung“ gewesen und „haben uns gegenüber ihre Aufgaben nicht wahrgenommen. Auch in deren Büro, waren sie für uns nicht anzutreffen“, kritisiert die AStA-Vorsitzende. Dies sei daraus entstanden, dass zur selben Zeit der AStA-Sitzungen ebenfalls Sitzungen der Kommissionen, Fachschaften und Fakultäten stattfanden, so Lennart Brinkmann. Über die Gremienarbeit wurde die FSVK regelmäßig informiert.         

   :Stefan Moll
 

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