Kommentar: Neofaschistische Flyer kursieren auf dem Campus
Kein Fußbreit den Identitären
Foto-Quelle: Jodel
Foto-Quelle: Jodel

Auf der letzten Sitzung des Studierendenparlaments am 3. März fragte der Ring Christlich Demokratischer Studenten (RCDS), wie der Stand der Dinge bei der Herausgabe einer, bereits vor längerer Zeit, beschlossenen Verbindungsbroschüre sei. Die Antwort des AStAs: Da noch Interviews fehlen, müsse sich weiter geduldet werden.

Dabei scheint eine solche Broschüre dringender denn je. Das zeigten zuletzt die Flyer der Identitären Bewegung. Darin sprechen die NeofaschistInnen von migrantischer Gewalt, an der sogenannte Multikultis eine Teilschuld trügen. Anlässlich der jüngsten Vergewaltigungen in Querenburg wird in dem Flyertext auf abscheuliche Art und Weise vor gefährlichen, migrantischen Tätern gewarnt. 

AStA und StuPa in der Pflicht

Das ist nicht der erste Vorfall: Bereits im Dezember provozierten die RechtsextremistInnen mir einer Weihnachtsaktion in Bochum. Im Januar 2016 gab es vermehrt Nazi-Schmierereien auf dem Campus. Es besteht also Aufklärungsbedarf. Von der RUB können wir diese wohl kaum erwarten. Hat diese doch dem Verein Deutscher Studenten Breslau-Bochum (VDSt) bei den Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag der RUB eine Plattform gegeben. Und das bei offiziellem Ausschluss aller politischen Gruppen. Die VDSt hatte im Sommer 2015 der Identitären Bewegung ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt.

In der Pflicht steht etwa die Initiative „RUB bekennt Farbe“. Wie sieht es mit Veranstaltungen und Aktionen zu diesem Thema aus? Kann eine Aufklärungskampagne initiiert werden? Genauso stehen auch StuPa und AStA in der Pflicht, sich diesen rechten Umtrieben entgegenzustellen. Auch auf die besagte Verbindungsbroschüre sollten wir nicht mehr allzu lange warten müssen.

 :Benjamin Trilling