Fünf Unis in der zweiten Runde: RUB bald mit eigenem Internet-Institut?
IT-Hightech im Ruhr Valley
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Digitalisierung und Wissenschaft voranbringen: Mit dem Internet-Institut würde der Wissensstandort NRW extrem aufgewertet. Foto: © RUB, Foto: Marquard
Digitalisierung und Wissenschaft voranbringen: Mit dem Internet-Institut würde der Wissensstandort NRW extrem aufgewertet.

Das nordrhein-westfälische Forschungskonsortium unter der Leitung der RUB hat bei dem Ideenwettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung die zweite Runde erreicht und kann neben vier weiteren Unis auf einen möglichen Zuschlag zum Bau des Deutschen Internet-Instituts hoffen. Jetzt muss die Antragsskizze geschärft und ein aussagekräftiges Konzept erstellt werden. 

Ein deutsches Internet-Institut in Bochum. Geht es nach Professor Thorsten Holz, Lehrstuhlinhaber für Systemsicherheit und Konsortialführer für den Bochumer Vorschlag, ist diese Zukunftsvision gar nicht so abwegig: „Im Horst-Görtz-Institut für IT-Sicherheit der RUB erforschen wir das Thema Digitalisierung seit vielen Jahren mit einem inter- und transdisziplinären Ansatz“, sagt Holz und ergänzt: „Nun haben wir viele starke Partner aus der Region zusammengebracht, um gemeinsam ein überzeugendes Konzept für ein solches Institut zu erarbeiten.“ Zusammen mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn sowie dem Grimme-Institut in Marl möchte das Konsortium Antworten auf die vielen drängenden Fragen im Bereich der Digitalisierung entwickeln, um am Ende den Zuschlag erhalten.

50 Millionen Euro für den Aufbau

In der nächsten Auswahlrunde im Frühjahr 2017 soll eines der fünf Konzepte ausgewählt und anschließend umgesetzt werden. „Wir wollen die Digitalisierung in ihrer ganzen Komplexität erforschen. Anzahl und Qualität der eingereichten Anträge haben uns gezeigt, dass es einen Bedarf und großes Interesse an der interdisziplinären Erforschung des Digitalen Wandels und seiner Auswirkungen auf Alltag, Wirtschaft und Gesellschaft gibt“, sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.

Für den Ausbau des Instituts sind in den ersten fünf Jahren insgesamt 50 Millionen Euro vorgesehen.Neben dem Bochumer Konsortium sind noch die Bayerische Akademie der Wissenschaften, die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Universität Hannover, das Karlsruher Institut für Technologie und das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung im Rennen. 

:Tim Schwermer