Zusammenarbeit der Unis
Howdy, Partner
Bild: RUB, Marquard
Die Partnerschaften der RUB: verteilt über alle Kontinente.		                     			Bild: RUB, Marquard
Die Partnerschaften der RUB: verteilt über alle Kontinente.

Netzwerk. Forschung lebt von Zusammenarbeit. Doch welche internationalen Verbindungen und Partnerschaften gibt es an der Ruhr-Universität, und wie funktionieren sie?

Wer sich ein wenig mit Hochschulpolitik und den Zukunftsplänen an der Ruhr-Universität auseinandersetzt, kommt an dem Thema Internationalisierung kaum vorbei. Maßnahmen, um das Studium für internationale Studierende und die Lehre und Forschung für internationale Wissenschaftler*innen attraktiver zu machen, stehen hoch im Kurs. Die Ruhr-Universität ist jedoch auch in viele internationale Netzwerke eingebunden und arbeitet auf unterschiedlichen Ebenen, sowohl in Fakultätspartnerschaften als auch universitätsweit, mit weltweit renommierten Universitäten zusammen.
Dabei gibt es mehrere Arten von Partnerschaften. Die bereits erwähnten Fakultäts- und universitätsweiten Partnerschaften sind selbsterklärend, wobei auch einzelne Institute innerhalb der Fakultäten Partner in einer solchen Kooperation sein können, wie in der Partnerschaft mit dem Germanistischen Institut der Denetsk National Technical University. Solche Partnerschaften basieren auf einer Zusammenarbeit in der Lehre, Forschung oder gemeinsamen Veranstaltungen sowie dem Austausch von Literatur oder ähnlichem; reine RD-Partnerschaften (Research and Development) beschränken sich auf die Forschung und unter anderem die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich arbeitet auf dieser Ebene im Exzellenzcluster RESOLV mit der Ruhr-Universität zusammen. Wissenschaftliche Einrichtungen kooperieren in sogenannten (Z)WE-Partnerschaften mit denen anderer Universitäten. Das CERES (Center for Religious Studies) befindet sich in so einer Partnerschaft mit der Missouri State University. Zuletzt gibt es noch Partnerschaften des Landesspracheninstituts (LSI), und zwar mit der Jordan-German Jordanian University und der Japan-Osaka University.

Neben diesen Partnerschaften gibt es auch Netzwerke mehrerer Universitäten und Einrichtung. Ein solches ist das Utrecht Network, 1987 gegründet, welches einen Erfahrungsaustausch vereinfachen will und unter anderem die Einrichtung von Sommerschulen und Förderprogrammen zum Ziel hat und dabei auch mit anderen Netzwerken wie MAUI (Mid-American Universities International) und AEN (Australian-European Network) kooperiert. Für Studierende ist dies besonders relevant, weil ein primäres Ziel auch die Bereitstellung gebührenfreier Studienplätze ist.
Auch mehr oder weniger lokal ist die Ruhr-Universität in derartige Netzwerke eingebunden: Seit 2007 besteht die Universitätsallianz zwischen ihr, der TU Dortmund und der Universität Duisburg-Essen. Speziell die Fakultäten für Elektrotechnik und Informationstechnik sind auch in der Ruhr-Allianz ETIT mit denen der TU Dortmund eng verbunden und bieten Studiengänge in Kooperation an.
Ein weiteres Feld ist auch das globale Engagement in Form von Beteiligungen an Studiengängen wie Maschinenbau an der Vietnamese German Universität oder dem Chinesisch-Deutschen Hochschulkolleg. Ein weiteres Beispiel ist die Universität Kabul, mit welcher die älteste Kooperation des Insituts für Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik der Ruhr-Universität besteht, welches dort unter anderem einen Master-Studiengang Economics and Management anbietet.

Die internationalen Partnerschaften der Ruhr-Universität sind mannigfaltig was ihre Ausrichtung und Ausbreitung angeht. Sowohl die Forschung als auch der einzelne Studierende kann hiervon profitieren und besonders in Zeiten geschlossener Grenzen wirkt es beruhigend, wie vernetzt auch unsere Universität ist.

:Jan-Krischan Spohr