Sexual Assault Awareness Month
Hintergründe und Definition
Symbolbild, Bearbeitung: leda
Symbolbild, Bearbeitung: leda

Assault. Im April findet jedes Jahr der Sexual Assault Awareness Month (SAAM) beziehungsweise Sexual Assault Awareness and Prevention Month (SAAPM) statt. Was dies bedeutet und wo Ihr Hilfe bekommen könnt, erfahrt Ihr auf dieser Seite.

Sexual Assault lässt sich nicht eindeutig ins Deutsche übersetzen. Das PONS-Online-Wörterbuch übersetzt es als ,,sexueller Übergriff‘‘, das  Langenscheid-Online-Wörterbuch wiederum als ,,Notzucht‘‘ und das Cambridge Dictionary übersetzt ,,assault‘‘ beziehunsgweise ,,sexual assault‘‘ als ,,sexual attack‘‘ oder ,,Vergewaltigung‘‘.
Am besten trifft es wahrscheinlich die Beschreibung von Merriam-Webster: ,,illegal sexual contact that usually involves force upon a person without consent or is inflicted upon a person who is incapable of giving consent (as because of age or physical or mental incapacity) or who places the assailant (such as a doctor) in a position of trust or authority‘‘. Somit kann Sexual Assault sich in vielen Formen von sexuell-übergriffigem Verhalten und sexualisierter Gewalt zeigen. Konkrete Beispiele könnten sehr unterschiedlich sein; sowohl Missbrauch von Kindern durch Autoritätspersonen (Lehrer*innen, Familienmitglieder etc.) als auch Vergewaltigung nach der erzwungenen Einnahme von K.O.-Tropfen zählen zu Sexual Assault.

All diese Formen von Sexual Assault sollen im Verlauf jedes Aprils beobachtet und verstärkt in der Öffentlichkeit diskutiert werden. Außerdem geht es darum, Präventions- sowie Hilfsmöglichkeiten aufzuzeigen. Der SAAM kommt ursprünglich aus den USA und wurde erstmals 2001 landesweit beobachtet. Somit findet dieses Jahr der 19. SAAM statt, der unter dem Thema #IAsk steht. Mittels des Themas soll einverständlicher Geschlechtsverkehr diskutiert und direkte Fragen nach der Einwilligung des*der Sexualpartner*in normalisiert werden. Wie bei vielen anderen Awareness und Prevention Monaten hat sich die Idee jedoch mittlerweile auch in weitere Länder verbreitet.
Über das National Sexual Violence Resource Center können unter anderem Events im Kontext von SAAM gesucht, Handouts heruntergeladen und gedruckt sowie Informationen zu Ansprechpartner*innen gefunden werden. Einzelne Aktionen werden unter anderem von Universitäten oder auch größeren Organisationen wie NO MORE Project ausgerichtet.

:Charleena Schweda

Wo bekomme ich Hilfe oder kann helfen?

In Bochum gibt es verschiedene Anlaufstellen, die sich mit den verschiedenen Thematiken des Sexual Assault Awareness Month beschäftigen. So gibt es beispielweise das Bochumer „Netzwerk gegen Häusliche Gewalt“. Das Teilprojekt der Ordnungspartnerschaft, dient als Erfahrungsaustausch unterschiedlicher Akteur*innen. Das Netzwerk  besteht aus verschieden Vertreter*innen den Bochumer Beratungsstellen, dem Gesundheitswesen, dem Amtsgericht, der Polizei sowie verschiedenen Ämtern der Stadtverwaltung. Zudem können auch engagierte Bürger*innen dem Netzwerk helfen und zur Seite stehen. Unter tinyurl.com/NetzwerkHaeuslicheGewalt findet Ihr mehr Informationen zu dem Projekt und Anlaufstellen.
Die Caritas bietet zusätzlich eine Rückfallvorbeugung bei häuslicher Gewalt an. Das Hilfsangebot richtet sich hauptsächlich an Männer ab 18 Jahren, die Gewalt gegen ihre*n Partner*in ausgeübt haben. Aber auch gewalttätige Frauen können in der Vorbeugung einzeltherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen. Unter tinyurl.com/HilfeCaritasBochum findet Ihr genauere Informationen zu dem Programm.
Für Geschädigte von sexuellem Missbrauch bietet die Stadt Bochum Beratungsangebote an. Diese sind nicht nur für Betroffene, sondern auch für Bezugspersonen gedacht, gerade diese Gruppe kann sich dort Hilfe holen, wenn sie von einem Verdacht im näheren Umfeld ausgeht. Auf tinyurl.com/SexuellerMissbrauchBochum bekommt Ihr nicht nur Informationen, wo Ihr Euch melden könnt, sondern auch eine Beschreibung des Sachverhalts.

:bena

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