I-Dötzchen infiltrieren die Uni
Hast Du Deine Lackschühchen auch poliert?
Foto: ken
Täschchen, Brotdose, saubere Schuhe: Ich bin bereit für den ersten Tag. Foto: ken
Täschchen, Brotdose, saubere Schuhe: Ich bin bereit für den ersten Tag.

Der Rock ist glatt, die Haare ordentlich, Zähne geputzt, Butterbrot eingepackt. Da stehst Du nun. An der Universität. Ganz allein. Zwischen all den Komi… Kommi… Kohmi… Studierenden. Nach dem die „Großen“ schon bei der Einschreibung so komisch geguckt haben, während Mama und Papa neben Dir saßen und beteuerten, wie stolz sie auf ihr kleines Mädchen seien, willst Du Dich nun in die große, weite Welt der Erwachsenen wagen. Wir sagen Dir, wie Du an der Uni Freunde findest, Dich nicht blamierst und gute Noten bekommst!

1      

Du wirst an der Uni auf Studi-Lotsen stoßen. Sie helfen Dir, sicher über die Straße zu kommen oder in die U-Bahn ein- und auszusteigen, damit Du nicht in die Lücke fällst. Ihren Anweisungen ist stets Folge zu leisten. Du erkennst sie an den roten Bändchen an den Oberarmen.

2  

Zum Semesterbeginn wird Kopiergeld eingesammelt. Die Lehrenden werden Euch Arbeitsblätter und Kopien austeilen. Die musst Du in Dein Heft einkleben. Das wird am Ende des Semesters auch eingesammelt und fließt in die SoMi-Note ein. Ebenso benotete wird die mündliche Beteiligung. Deshalb musst Du Dich in den Vorlesungen auch häufig melden und viele Fragen stellen.

3      

Wer in Vorlesungen und Übungen zu viel redet, muss die Prüfungsordnung abschreiben und von den Eltern gegenzeichnen lassen. Bei Schmierereien auf Tischen oder auf den Toiletten muss die Hausordnung abgeschrieben werden.

4

Bei Hörsaal-Wechseln, auf dem Weg zur Mensa oder zur Bahn sind Zweierreihen zu bilden, damit niemand verloren geht.

5  

Falls Du mal zu spät zur Vorlesung kommst, ist es wichtig, dass Du Dich laut und gut hörbar dafür entschuldigst. Die Lehrperson  und die KommilitonInnen werden weniger sauer sein und mehr Verständnis für Deine Verspätung haben, wenn Du ausführlich erklärst, weshalb es nicht Deine Schuld war.

6

Für einen positiven ersten Eindruck ist es gut, sich für die Gemeinschaft zu engagieren. Deshalb solltest Du in der ersten Vorlesung fragen, ob Du den Tafeldienst machen oder das Semesterbuch führen darfst.    

7  

Wenn Du krank bist und nicht zur Uni kommen kannst, musst Du oder ein Elternteil anrufen und Dich abmelden. In der nächsten Vorlesung muss die Entschuldigung von der oder dem Prof gegengezeichnet werden. Aber fehlt nicht zu oft: Alle Fehlstunden stehen auf den BA-Zeugnis – auch die unentschuldigten!

8  

Wer zwischen den Vorlesungen das Gelände der Universität verlassen möchte, muss sich beim AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss) eine Bescheinigung holen. Das ist wichtig für den Versicherungsschutz.

9            

In jedem Semester gibt es einen Wandertag, an dem Du mit dem ganzen Semester einen Ausflug machst. Sag dafür Deinen Eltern rechtzeitig Bescheid, damit sie sich bei der Universitätsverwaltung (UV) als Begleitpersonen melden können.

10  

Wenn Du fünf Mal hintereinander das Seminar vorbereitest oder die Übungen machst, bekommst Du einen Hausaufgabengutschein. Außerdem musst Du daran denken, am Ende jeder Veranstaltung nach vorne zu gehen und Dir einen Stempel ins Heft geben zu lassen. Die geben Bonuspunkte für die Klausur.

:Kendra Smielowski