Hello 2022
Happy New Year
Bild: CC0
Symbolbild

Was ist verganenes Jahr nicht alles passiert? unsere Redakteur:innen haben sich hingesetzt und sind in sich gegangen, um mit Euch ein paar ihrer besonderen Momente und erkenntnisse zu teilen:

Musik in unseren Ohren 

„Richtige“ Party, mit durchgetanzter Nacht, Freund:innen, lauter Musik und Lichtshow mein persönliches Highlight. Auch wenn nicht alles wie vor der Pandemie war, war es ein schönes Erlebnis wieder mal Musik so zelebrieren zu können, wie sie meiner Meinung nach zelebriert gehört. Das vollumfängliche politische Versagen, welches dazu beiträgt, dass sich die Pandemie so in die Länge zieht, stößt bei mir jedoch auf weniger Begeisterung. Dass weiterhin das Pflegepersonal im Stich gelassen wird, Impfstoffe von reichen Nationen gehortet werden und inkonsequente Maßnahmen getroffen werden, ist ebenso Schuld an den Toten, wie das Virus selbst. 

                                :kjan  

 

 

 

Eine der wichtigsten Schifffahrtrouten war blockiert   

In einem Jahr, das geprägt von einer Pandemie war, verschiedenen Wahlen und zum Beispiel dem Putschversuch in Myanmar, ist im Rückblick ein Thema etwas untergegangen. Ganz im Gegensatz zur Ever Given, die sowas von nicht untergegangen ist, sondern vielmehr schräg im Suezkanal lag für mehrere Tage. Das kostete die Weltwirtschaft einige Milliarden, auch Deutschland wurde schwer getroffen. Das fand ich spektakulär. Ein einziges Schiff muss nur in Schräglage geraten, um so viel Schaden anzurichten. Sonderlich stabil nenne ich das nicht. Neben den ganzen Problemen, die das verursacht hat, musste ich über unser Wirtschaftssystem leider schmunzeln. 

                      :luq

 

Das „Alte“ Leben

Mein persönliches Highlight des Jahres 2021 liegt – neben etlichen Lowlights und den Tatsachen, dass ich endlich wieder dem Klettersport nachgehen und außerdem den Weihnachtsmarkt besuchen konnte – in der kleinen Erkenntnis, dass das Leben aus Wandel besteht: Das einzige, das für uns Menschen beständig ist, ist die Unbeständigkeit. Und das ist wunderschön, oder nicht? Wir wissen nie, was uns erwarten wird, in den seltensten Fällen kommt etwas so, wie geplant. Das ist gut so! Die Unvorhersehbarkeit macht das Leben doch gerade spannend und nicht der vorgeschriebene Plan, oder? Wenn es keinen Wandel geben würde, würden wir stagnieren, nicht vorankommen: Die Unbeständigkeit des Lebens ist ein Zeichen dafür, dass wir uns entwickeln, dass wir leben.                               

:becc

 

 

 

219a gestrichen 

Gynäklog:innen dürfen nun darüber informieren, dass Schwangerschaftsabbrüche bei ihnen möglich sind. Dies heißt, dass die Frauen sich bald besser über einen möglichen Abbruch informieren können. Das Recht auf Information ist vor allem in der Frauengesundheit sehr wichtig. Und nein, Informationen heißt hier nicht, dass überall Flyer liegen und fette Poster an der Wand in den Praxen hängen, nach dem Motto: Hier gibt es günstige Schwangerschaftsabbrüche, sondern einfach, dass Frauen in diesem Moment nicht auf sich allein gestellt sind. Das eigentliche Problem ist, dass Paragraf 218 immer noch gilt, also dass Schwangerschaftsabbrüche unter Strafe gestellt sind. Das führt dazu, dass viele Frauen immer noch keine Ärzt:innen finden, die diesen Eingriff durchführen. Zwar wird die Suche einfacher, aber die Versorgungslage könnte unverändert bleiben.  

            :bena

 

Rückkehr der Ereignisse    

Schon klar, dieses Jahr hatte weniger zu bieten als es so manch eine:r erhofft haben wird und dennoch gab es nach der großen Leere von 2020 wenigstens wieder ein paar Großereignisse, an die man sich klammern konnte. Endlich gab es wieder einen großen Sport-Sommer, der, trotz all der fragwürdigen Entscheidungen über Zuschauer:innen-Kapazitäten, vor dem Fernseher wieder ein Stück des Zustandes erzeugen konnte, der über die lang ersehnte Normalität noch hinausgeht. Olympische Sommerspiele und Fußball-EM waren nach langer Pause mal wieder zwei glückliche Ereignisse, die einen Großteil der Öffentlichkeit tangierten. 

 

:hakl   

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