And the Oscar goes to … aja ne stimmt geht ja gerade um Musik
Grammys und Platten
Bild:kiki
Klimper Klimper: Klavier im Schwimmbad

Musikjahr. 2020 war wild. Tatsächlich aber für Musik ganz geil. Sind auf jeden Fall ziemlich viele Banger in unseren Ohren gelandet. Hier bekommt Ihr ein paar Kostproben von dem, was dieses Jahr meiner Meinung nach einfach nur geil war. 

Würde ich jetzt einen Rückblick starten, der für die gesamte Musik gilt, hätte ich jedes Album hören müssen, das dieses Jahr rauskam und das ist schier unmöglich. Trotzdem gibt es ein paar Highlights. Also fasse ich einfach das zusammen, von dem ich weiß, dass es ein Banger war. Es ist die: „Gerit Höller Genre übergreifende Banger Garantie“ sozusagen: garantiert! Fangen wir mal mit Alben an, die dieses Jahr unbedingt nochmal gehört werden müssen – keine Sorge gleich kommt auch noch der Grammy Diss. Ein Ranking erstellen möchte ich dabei nicht, weil das nicht so wirklich Sinn macht. Fangen wir bei einem Album an, das mir besonders am Herzen liegt. Dieses Jahr kam „Circles“ raus und ich rede nicht von dem Song von Post Malone, sondern dass von Mac Miller post mortem veröffentlichte Album, das einen nur zu Tränen rühren konnte. Ein genial produziertes Album mit Texten, die einem fast schon zu nahe gehen, wenn man überlegt, dass der junge Rapper während des Machens dieses Albums an einer Überdosis verstarb. Mein nächstes Album ist natürlich „After Hours“ von The Weeknd und wie zur Hölle konnten die Grammys dieses Album auch einfach komplett ignorieren???? Ich meine zumindest bester Song Nominierung für „Blinding Lights“ oder so etwas – naja dann halt lieber Taylor Swift das 34ste Mal nominieren. Was ein starkes Album und dafür würde sogar Hipp mit seinem Namen stehen. Dieses Jahr war aber auch lowkey ein kleiner 80s Synthwave-Vibe Comeback, über den so niemand wirklich reden wollte, weil es ja auch geil ist. Dann kommt auf einmal noch Kid Cudi mit „Man on the Moon pt. III“ um die Ecke und haut mich komplett von den Socken. WILD. Auch komplett überrascht haben mich Charlie XCX und Sam Smith, beide auch echte Banger Alben rausgebracht. Run the Jewels dürfen wir eigentlich auch nicht vergessen. Es gab zu viele gute Alben dieses Jahr. Auch Deutschrap hat dieses Jahr so Gas gegeben. Crack Ignaz „Sturm und Drang“ war auch so gut und eine Bereicherung für das Genre. Dann kommen auf einmal Lugatti & 9ine und droppen „MKS 4.0“, featuren mal eben kurz halb Rap-Deutschland auf dem Album und pushen sich gegenseitig auf ein komplett anderes Level – was ein Coup! Ganz ehrlich, bevor ich jetzt links liegen lasse, Thundercat mit „It is what it is“ muss hier auch noch erwähnt werden, das Album ist auch anders. Ah scheiße, ich habe langsam nicht mehr genug Zeichen. 

Scheiß auf unnötige Listen, die einem vorschreiben, welche Musik man gut fand dieses Jahr und welche nicht. Scheiß auf Jahresrückblicke. Scheiß auf meinen Jahresrückblick. Scheiß auf den ganzen Scheiß. Dieses Jahr war scheiße, machen wir uns nichts vor. Musik war aber gut. Deine Musik. Die Musik, die Dich dieses Jahr begleitet hat und Dir gute Laune gemacht hat oder Dich in Deinen deepen Phasen aus Deinem Loch geholt haben und das ist das Wichtigste. Für mich waren diese Alben genau das. Sie gaben mir Freude und vielleicht geben sie Dir Freude. Wenn nicht, dann nicht. Was ich Dir eigentlich sagen will, gehe ein Moment zurück und hol Songs aus der in der Zeit vergessenen staubigen Schublade raus. Manchmal vergessen wir glaube ich mal inne zu halten und zu überlegen, was es alles so gab, was uns schöne Momente bescherte. Musik ist ein:e Wegbegleiter:in, ein:e alte:r Freund:in, der:dem man gerne über den Weg läuft. Sich vielleicht auf einen Kaffee Trift. Aus Versehen Sex miteinander hat. Es sind die Momente, die das Leben menschlich machen. Bleib menschlich. Schaue zurück. 

  :Gerit Höller