Wir bekennen Farbe: Aktion gegen Nazis &Fremdenfeindlichkeit
Gesichter gegen Rassismus
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Feuer und Flamme gegen Frost und Nazis: Studierende bringen Plakate an. Foto: bent
Feuer und Flamme gegen Frost und Nazis: Studierende bringen Plakate an.

Mit bunten Plakaten setzt die Initiative RUB bekennt Farbe ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung. Die :bsz hat die Aktion begleitet.

Die klirrende Kälte an diesem Montagmorgen lädt nicht gerade zum Plakatieren ein, wie auch Kommilitonin Anja Wolff findet, als sie  endlich einen warmen Tee in der Hand hält: „Aber es ist trotzdem eine tolle Aktion“, sagt sie. „Durch so was wird es in die Öffentlichkeit getragen. Das sind auch bekannte Gesichter, die einem entgegenblicken.“

Zusammen mit anderen Studierenden und AStA-MitarbeiterInnen  will sie mit den insgesamt 1.500 Plakaten Farbe auf den grauen Campus bringen. Für die Kampagne hat das Projekt RUB bekennt Farbe Fotos von Studierenden, DozentInnen, VertreterInnen studentischer Gremien oder MitarbeiterInnen aus der Verwaltung gesammelt. Verbunden wird die Aktion mit einer Onlinekampagne über die sozialen Medien: Wer mitmachen möchte, kann Fotos von sich einreichen, die dann unter Slogans wie „Ich bin gegen Nazis“ erscheinen.

Das Projekt RUB bekennt Farbe wurde vor zwei Jahren von AStA und Rektorat ins Leben gerufen, als die Immatrikulation des Neonazi-Kaders und Dortmunder Ratsherren der Partei Die Rechte für Schlagzeilen sorgte. „Das war für mich auch generell die Motivation, an dem Projekt teilzunehmen“, erzählt Simon Hartmann, der das Projekt für den AStA betreut. Die Kampagne ist auch gegen die zunehmend rassistische Stimmung gerichtet: „Es hat viel damit zu tun, dass wir für eine offene Gesellschaft sind.“

Parallel dazu sind in den nächsten Tagen weitere Veranstaltungen geplant: So referiert der Politologe Günther Semmler am 1. Februar im KulturCafé über den Islam im Unterschied zur islamistischen Ideologie von IS und Co.

Bei dem Rundgang „Bochum im Faschismus“ am 12. Februar informiert Wolfgang Dominik vom Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Bochum, wie es in der Stadt während der Naziherrschaft aussah. Bei einem weiteren Rundgang geht es am 24. März um das jüdische Leben in Bochum.

:Benjamin Trilling