Fairphone: Umweltpreis für Smartphone
Gegen die Wegwerf-Mentalität
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Ist nachhaltiger Konsum auch bei Smartphones möglich? Das Fairphone II bekommt immerhin den „Blauen Engel“. Bild: Pixabay
Ist nachhaltiger Konsum auch bei Smartphones möglich? Das Fairphone II bekommt immerhin den „Blauen Engel“.

Am Sonntag wurde in Würzburg der 24. Umweltpreis verliehen. Neben den beiden Recycling-Experten Angelika Mettke und Walter Feeß bekam auch Fairphone-Gründer Bas van Abel von Bundespräsident Joachim Gauck den Preis verliehen. Dieser ist mit 500.000 Euro dotiert.

„Ein Zeichen setzen für die nachhaltige Nutzung natürlicher Rohstoffe“ – das wollte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), als sie am Sonntag Fairphone-Gründer Bas van Abel den Deutschen Umweltpreis in Würzburg verliehen hatte. „Die wachsende Weltbevölkerung, der steigende Lebensstandard und der sorglose Umgang mit Ressourcen haben dazu geführt, dass Rohstoffe immer knapper werden. Die momentane Wegwerf-Mentalität ist keine Alternative für die Zukunft.“, betonte die Vorsitzende des DBU-Kuratoriums und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter.

Fairphone II mit blauem Siegel

Wer sich gegen explodierende Samsung-Geräte oder mit versteckten Touchpad-Defekten ausgestatteten iPhones und für ein faires Smartphone entscheidet, bekommt zum ersten Mal ein Handy, das auch den „Blauen Engel“ für Umweltfreundlichkeit als Siegel trägt. Neben einer Garantiedauer von mindestens zwei Jahren und einem eigenen Rücknahmesystem für Altgeräte, müssen solche nachhaltigen Handys über einen Wechsel-Akku verfügen, auf bestimmte Chemikalien verzichten und die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation einhalten. Das erste Fairphone konnte 2013 diese Anforderungen nur bedingt erfüllen – das ist bei der neuen Version anders.   

:Tim Schwermer