Liedermacher: Widmann & Co. mit neuen Alben im Bahnhof Langendreer
Götz mit Gitarren und Geige
Guter Unterhalter: Liedermacher Götz Widmann.
Guter Unterhalter: Liedermacher Götz Widmann.
Guter Unterhalter: Liedermacher Götz Widmann.

Mit seinem vielseitigen Auftritt überraschte Götz Widmann am 8. Januar das Publikum im Bahnhof Langendreer, aber auch seine musikalische Begleitung sorgte für gute Laune und einige Lacher.

Am vergangenen Donnerstag war Götz Widmann wie jedes Jahr zu Gast im Bahnhof Langendreer, diesmal mit seinem neuen Album „Krieg & Frieden“ und den Klassikern, die bei dem breiten Publikum beste Atmosphäre garantierten. Bevor es jedoch mit dem Urgestein der LiedermacherInnenszene losging, sorgte der Newcomer Falk für einen humorvollen Einstieg in den Abend. Mit „Kinderlied“ gab er einen Vorgeschmack auf den 18. März, an dem er wieder in den Bahnhof kommen wird. Pointen-lastig und mit einem ‚gesunden‘ Sarkasmus besingt er die verhätschelten und belogenen Kinder: „Hast du vielleicht schon ne Kernkompetenz und jetzt komm mir nicht mit Basteln, du kaputte Existenz.“ Im Anschluss startete Widmann sein Programm mit einem seiner bekanntesten Lieder. „Die Zaubersteuer“, ein Stück über die positiven Effekte der Legalisierung von Marihuana, sorgte sofort für beste Stimmung, war aber nicht der Auftakt für eine statische Playlist des Abends. Er war sich nicht zu schade, auch auf die enthusiastisch hineingerufen Liederwünsche des Publikums einzugehen: „Wir wollen Jesus und Stoiber!“

Vietnam und Rente

Neben dem Altbekannten wurde auch ein Teil von „Krieg & Frieden“ gut in den Abend integriert – beides war für Widmann, dank der Unterstützung von Billy Rückwärts, ungewohnt vielseitig. Die Begleitband sorgte mit Geige, zusätzlichen Gitarren und Klavierelementen für diese gelungene Abwechslung. Auch die neuen Lieder wie „Politik“ brachten das Publikum zum Schmunzeln und Lachen: „Wofür gibt es Parlamente, für meine Rente! Schluss jetzt mit der Musik, ich muss jetzt in die Politik!“ Ernster und ironisch-kritisch besingt der Liedermacher in „Vietnam“ den damaligen Krieg der Amerikaner gegen den Vietcong: „Die unschlagbaren USA. Hipp hipp hooraaaay! […] Mein Lieblingskrieg ist Vietnam!“

:Alexander Schneider