Farbenfroh: Dortmunder Winterleuchten endet mit fulminantem Feuerwerk
Götterfunken im Westfalenpark
Foto: alx
Phallische Phackel: Der Phernsehturm Phlorian. Foto: alx
Phallische Phackel: Der Phernsehturm Phlorian.

Die Unwetterwarnung der vergangenen Woche verschob das Abschlussevent des Winterleuchtens auf den Abend des 17. Januar, doch dann wurden Dortmund und die BesucherInnen des Westfalenparks zu ZeugInnen eines fast halbstündigen Feuerwerks. Die PyrotechnikerInnen läuteten damit das Ende der Illumination des Parks ein, die am 6. Dezember 2014 startete.

„Mama, guck mal dort! Die haben sogar den Fernsehturm beleuchtet!“, sagte ein kleiner Besucher des Winterleuchtens, gerade als ich den Westfalenpark betreten hatte. Das darauf folgende Gelächter der Eltern und den irritierten Blick des Kindes gab es nicht ohne Grund, denn bis auf den Turm wurde alles von den VeranstalterInnen erleuchtet. Ab 17 Uhr konnten die ersten BesucherInnen die Lichtinstallationen erleben, welche die Atmosphäre des Parks prägten und sowohl junge als auch erwachsene BesucherInnen begeisterten.

Märchenhaft und mystisch

Gestaltet wurde die Landschaft des Dortmunder Parks in verschiedenen Szenen, die auch zum Experimentieren einluden. BesucherInnen nutzten Projektionen, um ihre Gesichter in die Muster einzutauchen und Nebelschaden dienten ebenso für schemenhafte Schnappschüsse.

Tiere wie zum Beispiel Elefanten, Elche ‒ und sogar Einhörner ‒ boten am Eingang „Ruhrallee“ mit einem Schattenspiel einen zoologischen Einstieg, der später durch hellblau leuchtende Haie ergänzt wurde. Im Gegensatz zu diesen realistischeren Darstellungen zeigten märchenhafte Gestalten, leuchtende Würfel oder auch abstrakte Reihenhäuser, dass es auch anders geht.

Tochter aus Elysium

Die ZuschauerInnen sammelten sich schon recht früh, um auch vorne mit dabei zu sein und das Feuerwerk aus nächster Nähe zu erleben. Um 20 Uhr gingen dann die ersten Schüsse in die Luft. Tatsächlich wurde darauf geachtet, das Feuerwerk mit der Musik zu koordinieren. Es wurde ein breites Repertoire an Genres geboten und neben Rock und Schlager auch Klassik gespielt. Selbst die Liedtexte wurden durch das Feuerwerk bereichert. Konnten etwa Lieder wie „Shine Bright Like a Diamond“, „Freude schöner Götterfunken“ und weitere aus einer anderen Perspektive erlebt werden: „Für mich soll’s rote Rosen regnen, mir sollten sämtliche Wunder begegnen, die Welt sollte sich umgestalten“. Mit der europäischen Hymne nahm das Winterleuchten dann ein fulminantes Ende. Der Funke sprang über.

:Alexander Schneider

:bsz-Info

Täglich ab Einbruch der Dunkelheit sorgt die „World of Lights“ mit innovativer Lichtkunst im Grugapark für viele Illuminationen.
Parkleuchten im Grugapark
6. Februar–15.März, 17–21 Uhr.   Grugapark, Virchowstraße 167a, Essen.
www.world-of-lights.eu

Lichtkunst im Westfalenpark. Foto: alx