Doch keine Alternative für Bochum?

Nach der Landtagswahl in NRW geht ein nun ein Beben durch die Ratsfraktion der AfD Bochum.

Der Schutz der Ureinwohner:innen

Die Dokumentation The Last Forest verleiht dem indigenen Volk der Yanomami eine Stimme – gegen die Ausbeutung durch die Weißen.  

Auf der 71. Berlinale fand im Jahr 2021 die Weltpremiere des neuen Films von Luiz Bolognesi statt. Der brasilianische Filmemacher und Anthropologe dokumentierte in der Vergangenheit bereits in ***Ex Pajé*** das Leben und die drohende Vernichtung der Paiter Surui, einem Volk im Amazonasbecken. Für sein neuestes Projekt erschuf Bolognesi zusammen mit dem Yanomami-Häuptling und Schamanen Davi Kapenawa Yanomami auf kurzweiligen 76 Minuten Spielzeit eindrucksstarke Bilder, welche das Leben, die Kultur, die Herkunftsgeschichte und den Kampf der Yanomami gegen weiße Goldschürfer:innen im Amazonasgrün darstellen. Der Film berührt inhaltlich besonders durch die Verzweiflung Davis, dessen Volk sich gegen die weißen Eindringlinge in ihr Land mit Pfeil und Bogen zur Wehr setzt, und das weiß, dass es einer Übermacht entgegensteht. Doch die Yanomami schützen trotzdem mit eisernem Willen ihr Land im Grenzgebiet von Brasilien und Venezuela. Dort leben sie seit 1000 Jahren – 500 Jahre länger als es die beiden Länder überhaupt gibt. Bereits in der Vergangenheit, in den 1970er Jahren, fielen weiße Goldgräber:innen in das Yanomami-Territorium ein – und brachten Krankheiten mit sich. Von dem größten indigenen Volk im Amazonasgebiet starben 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

über 1.800 Mitglieder. Seitdem ist die Lebensgrundlage der Yanomami gefährdet. Unter Präsident Jair Bolsonaro erlitten sie erneute Einfälle von Goldsucher:innen in ihr Land, die das Wasser mit Quecksilber vergifteten und tödliche Krankheiten wie das COVID-19-Virus verbreiteten, unter denen besonders die Kinder der Yanomami litten. Unter diesen Bedingungen sah sich Davi gezwungen, die Städte der Weißen aufzusuchen, um mit ihnen zu sprechen und sie darum zu bitten, die Grenzen seines Landes zu wahren und auch den Mineralienabbau einzustellen, denn die Yanomami glauben daran, dass die Mineralien zusammen mit giftigen Gasen unter der Erde verschlossen wurden, damit die Menschen sie nicht anrühren. Es ist ein Überlebenskampf, der sich in den nächsten Jahren fortsetzen wird.  

Stilistisch überzeugt der Film zum einen durch die fehlende Synchronisation. Die indigene Sprache der Yanomami ist für uns unverständlich und mit Untertiteln unterlegt, sodass wir vollends in die fremde faszinierende Lebensweise eintauchen können. Zum anderen ist kein einziges Mal ein:e Weiße:r im Bild. Die Yanomami sind die einzigen, die zu Wort kommen, die ihre Geschichte selbst erzählen. Und diese Geschichte geht uns alle etwas an, denn es ist eine schreckliche, eine, die mal wieder zeigt, dass wir, die Nicht-Indigenen in unserer ganzen Grausamkeit diesen Planeten und seine Natur in keiner Weise verdient haben. Um mit den Worten Davis zu schließen: „Hören Sie gut zu. Ich heiße Davi Kopenawa Yanomami und ich möchte ihnen ein paar Dinge erklären. Sie, die auf der anderen Seite des Ufers leben sehen es von hier nicht. Sie denken, der Wald ist unberührt. Aber weiße Menschen, die an der Macht sind, erlauben das Schürfen in unserem Land. Nicht-Indigene Behörden benutzen gerne das Wort ‚wichtig‘. Für euch, den Menschen aus der Stadt, gibt es nichts Wichtigeres als Konsumgüter. Aber egal, wie viele Güter ihr weißen Menschen besitzt, ihr wollt sie einfach nicht teilen. Ihr seid geizig. Und die Massenproduktion von Konsumgütern schadet den Wäldern. Fruchtbarkeit ist uns wichtig, die Tiere des Waldes. Es ist wichtig, Essen mit unseren Leuten zu teilen. Wir teilen unseren Fortbestand, unsere Entwicklung, unsere Lebensweise und unsere Existenz als Volk.“  

:Rebecca Voeste

 
Bollywood ist wieder einmal gesellschaftskritisch unterwegs

Zuhälterei, Zwangsprostitution und falsche Versprechungen. Wie aus der unschuldigen Ganga Gangubai wurde. 

 

 

Das Spiel mit den Worten

In den letzten Wochen gab es wiederholt Angriffe aus dem rechten Spektrum. Doch eine ordentliche Einordnung scheint nicht möglich. Denn diese Menschen können anscheint nicht klar denken, obwohl sie Manifeste von über 100 Seiten schreiben, alles detailliert organisiert und geplant haben, sind sie doch einfach nur Menschen mit psychischen Problemen. 

 
Das Summen der Mücken

Wer fliegt so spät durch Nacht und Zimmer? Es ist die Mücke und Blut will sie immer. 

 
Die jüngste Entscheidung aus Grenoble sorgt für Aufruhr in Frankreich.

In der französischen Stadt Grenoble wurde der Burkini und das Schwimmen „oben ohne“ erlaubt. Die Meinungen zum neuen Reglement gehen auseinander.     

Wenn die Polizei die Wohnung einer 15-Jährigen durchsucht, wegen Schriftzügen aus abwaschbarer Sprühkreide, die ihr nicht mal nachgewiesen werden können, dann läuft etwas falsch. Schon länger führt die CSU-regierte Stadt Augsburg einen polizeistaatlichen Kleinkrieg gegen Klima-Aktivismus. Da schreckt man auch nicht davor zurück ein junges Mädchen von der Polizei vor der gesamten Nachbarschaft demütigen zu lassen. Hausdurchsuchungen scheinen sogar das liebste Mittel zu sein. Wie kann man auch besser in den privatesten Lebensbereich einer Person eindringen und diese einschüchtern? Gern lässt man dabei auch mal Handys, Laptops und andere Geräte mitgehen. Der böse Feind, der hinter dem Klimaktivismus steht, ist dabei natürlich der Kommunismus in Form der „Roten Hilfe“. Ein Verein, dessen Tätigkeit in der Unterstützung von Repressionen Betroffener natürlich besonders denen ein Dorn im Auge ist, für die Repressionen ein besonders beliebtes Hobby sind. 

             :kjan

Ganz schön viel neues!

Eurovision Song Contest, Landtagswahlen, der Kliemann Skandal und noch mehr Politik- ein spannendes Wochenende deutschlandweit und besonders auch an der RUB. In der neusten Ausgabe könnt ihr erfahren, wie es um das 9 € Ticket für Student:innen steht und ob für Euch etwas dabei rausspringt.  

Stimmzettel gezückt – und Kreuzchen etwa falsch gesetzt?

Landtagswahl im Vergleich  

 
Was sagt der AStA zum 9 Euro ticket.

Die steigenden Kraftstoffpreise machen vielen zu schaffen, jetzt soll ein umfassendes Hilfspaket auf den Weg gebracht werden.

 

Seiten