Neue Liste für Senatswahlen baut auf bisheriger Kooperation auf
FSVK stärkt den Senat
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FSVK-Sprecher Pascal Krümmel über die FSVK-Liste: „Die Mehrarbeit ist geirng, der Nutzen für alle Studierenden aber umso größer." Foto: kac
FSVK-Sprecher Pascal Krümmel über die FSVK-Liste: „Die Mehrarbeit ist geirng, der Nutzen für alle Studierenden aber umso größer."

Nach dem Willen der FachschaftsvertreterInnenkonferenz (FSVK) soll die studentische Gremienarbeit, vor allem die Zusammenarbeit mit dem Senat, künftig besser koordiniert und dadurch gestärkt werden. Als ersten Schritt beschlossen die FachschaftsvertreterInnen deswegen vergangene Woche, für die Senatswahlen im Sommersemester eine Liste der FSVK aufzustellen, über welche die studentischen SenatorInnen gewählt werden sollen.

Es gelte für die strukturell marginalisierten Studierenden, möglichst mit einer Stimme zu sprechen: „Wir sind zu den Senatswahlen immer mit einer Liste angetreten, um einheitlich aufzutreten, da wir unterrepräsentiert sind“, erklärt Maik Wolf, von dem die Initiative zur Gründung der FSVK-Liste ausging. Er sitzt selbst als studentischer Vertreter im Senat und ist außerdem bei der Gremienberatung tätig. „Wenn wir da nur mit vier von 25 Stimmen sitzen, wirkt es nicht gut, uneinig zu sein.“

In den letzten Jahren trat zu den Senatswahlen jeweils eine einheitliche Liste an, wie zuletzt unter dem Namen Liste der Fachschaften – später umbe­nannt in Liste der Studierenden. Die Grundidee eines regelmäßigen Austauschs der studentischen SenatorInnen mit möglichst vielen Fachschaftsräten wurde allerdings nicht konsequent durchgehalten. Die gewünschte Zusammenarbeit mit den Fachschaften kam hingegen über das Forum der FSVK zustande. Seit etwa zwei Jahren laufe die Zusammenarbeit von SenatorInnen, AStA und FSVK sehr gut. Der Beschluss von vergangener Woche soll dies auch künftig sichern.

Wichtige Impulsgeberin

„Die FSVK ist hochgradig politisch und behandelt viele Themen des Senats“, sagt Wolf und verweist auf Beiträge der FSVK etwa zum Hochschulzukunftsgesetz oder zur Latinums-  sowie Anwesenheitspflicht. Zum Hochschulentwicklungsplan, speziell zum Optionalbereich, arbeiteten die FachschaftsvertreterInnen eine umfangreiche Resolution aus. Weitere solcher Impulse erhofft man sich von der Formalisierung der bisherigen Kooperation. „Die Liste der FSVK kann also dem Senat zuarbeiten“, meint Wolf. Neben der thematischen Überschneidung bringt auch die Meinungsbildung innerhalb des Gremiums Vorteile.

„Über die Fachschaften bekommt die FSVK alles mit und kann sich eine Meinung bilden. Ein vielfältigeres Gremium gibt es gar nicht“, versichert Wolf. „Daher war es mein Wunsch, die FSVK als Meinungsgeber für den Senat zu würdigen.“

Gremienarbeit wird aufgewertet

Dabei ginge es jedoch nicht darum, die FSVK selbst durch die Schaffung der Senatswahl-Liste zu stärken, betont FSVK-Sprecher Pascal Krümmel: „Das Engagement in der Gremienarbeit, vor allem im Senat, erfährt hierdurch eine größere Aufmerksamkeit und es werden sich mehr Studierende daran beteiligen.“

Mit einer Veränderung der Arbeitsweise der FSVK durch die engere Kooperation rechnet Krümmel hingegen nicht: „Die Mehrarbeit, die daraus für die FSVK-Sitzungen resultiert, wird nicht sehr ins Gewicht fallen, der Nutzen für alle Studierenden daraus ist aber umso größer.“
Um größere Aufmerksamkeit im Hinblick auf die Wahlen geht es auch Maik Wolf, der sich durch die Einbindung der Fachschaften eine stärkere Wahlbeteiligung erhofft. Im vergangenen Jahr lag sie bei gerade einmal 3,92 Prozent. Es sei jedoch schwierig, die Studierenden davon zu überzeugen, bei den Senatswahlen abzustimmen, so Wolf. Es gebe quasi keine Konkurrenz, da alle KandidatInnen über eine Liste antreten. Zu den organisatorischen Dingen, welche nun vor der FSVK liegen, gehört die Aufstellung der KandidatInnen für die Liste, die allen Studierenden offensteht. Allerdings sieht Wolf eine kleine Problematik für Studierende, die nicht über Fachschaftsräte vernetzt sind, und  daher geringere Chancen bei den Wahlen haben könnten.

Es kommt vor allem darauf an, den Studierenden die Relevanz der Senatsthemen für sie selbst zu verdeutlichen, wie im Fall Optionalbereich. Dass es somit im Interesse der Studierenden liegt, die SenatorInnen mit einem guten Ergebnis in den Senat zu entsenden, liegt da auf der Hand.
„Die Senatsfraktion ist nur so stark wie die Studierendenschaft dahinter“, sagt Wolf.

Personalwechsel in der FSVK

Bis zu den diesjährigen Senatswahlen hat die FSVK beziehungsweise deren frisch gegründete Liste noch einiges an Vorbereitungen zu treffen. Passend zu den neu gesteckten Zielen hat das Jahr 2014 für die FSVK auch mit personellen Veränderungen begonnen. So wurden in der Sitzung vorige Woche zwei Sprecherinnen verabschiedet. Sina Alya Wunderlich legt ihr Amt nach vier Jahren und neun Monaten nieder; mit ihr geht nach siebenmonatiger Amtszeit Katharina Dreßen. Als Nachfolgerin wurde Julia Janik gewählt, die zuvor ein Jahr die Fachschaft Ostasienwissenschaften in der FSVK vertreten und in mehreren Universitätsgremien mitgearbeitet hat, unter anderem als stellvertretende Senatorin und in der Qualitätsverbesserungskommission.