Ein erster Schritt in die Richtung

Am 31. Mai. jährte sich zum zehnten Mal der Diversity Day in Deutschland. Ein Grund für die Ruhr-Uni, sich „woke“ zu zeigen. Für mich als dreifach benachteiligte Person eine wichtige Veranstaltung. Warum die Veranstaltung am Ende den Stempel ,,stets bemüht” erhält, erfahrt ihr in diesem kritischen Nachbericht.  

 
Ein neuer Kooperationsvertrag mit Hinblick auf die World University Games 2025

Ein neuer Kooperationsvertrag bekräftigt die Förderung für Studierende im Angesicht der Rhine-Ruhr University Games 2025

 

Queere Safer Spaces

Ein Interview mit Charlie Kruszona, Germanistik- und Geschichtsstudierende:r und Illustrierende:r. Die eine oder andere Illustration von Charlie gab es auch schon in der :bsz zu sehen. Auf Instagram als @cyansghost unterwegs, wo Charlies künstlerisches Können geteilt wird. Wenn nicht gerade die Kunst als Safer Space reicht, dann tauscht Charlie sich gerne mit anderen der LGBTQ+ Community aus. Dazu besucht Charlie gerne die Rosa Strippe oder das Sunrise Dortmund. Vorab noch ein kurzer Disclaimer: Ein Safer Space ist ein Schutzraum zur mainstreamen Gesellschaft, in denen sich Menschen vernetzen und austauschen. Das können Räume für Menschen der LGBTQ+ Community sein, für weiblich gelesene Menschen und/oder auch für BIPoC und disabled Personen. Im Gegensatz zu Safe Spaces wird mit dem Begriff Safer Spaces bedacht, dass „Schutz“ unterschiedlich wahrgenommen werden kann. Es ist ein sicherer Raum im Vergleich zur Dominanzgesellschaft, aber das heißt nicht, dass es ein komplett geschützter Raum ist. Beispielweise kann ein Safe Space für BIPoC kein Schutz für dark skinned Menschen bedeuten. Wenn es aber Safer Space für BIPoC benannt wird, kann Menschen bewusster gemacht werden, dass auch dort Ausbauprozesse sind.

Musikalische Karawane in Dortmund voller Erfolg

Mit der Nordstadtoper lieferte das Theater Dortmund den Versuch einer Emulsion sehr unterschiedlicher Formen von Kultur, Geschichten, die sonst selten in denselben Räumen stattfinden. Das Ergebnis war ein Event, was im Gedächtnis bleibt. 

Moderner Claude Monet, ein Spaziergang in der Kunst

Kunstliebhaber aufgepasst, denn Claude Monets Garten ist ganz in der Nähe! Mülheim an der Ruhr präsentiert ein immersives Ausstellungserlebnis.   

Reform des Sexualstrafrechts Spanien

Ein neuer Gesetzesentwurf, der das spanische Sexualstrafrecht verschärft und reformiert. Konservative Parteien finden den neuen Entwurf gefährlich und ungerecht gegenüber Männern. Spanier:innen heißen den Entwurf „längst überfällig“.

 
Festival Utopie

Friede, Freude, Festivals – und das mit ganz viel Glitzer, leckerem Kaltgetränk und nicer Musik. Joar, die Musik ist nice, aber irgendwie auch schon ausgehört. Meine Eltern standen doch safe schon front line bei dem Rocker da. Ey, was ist mit coolen FLINTA Bands? 

 

2022 und wieder trendet der Schokoschaumkuss gemeinsam mit dem Hakenkreuz auf Twitter! Sehr schön, wir haben es einmal wieder geschafft. Whoooop! Twitter-Deutschland will sich eben nichts verbieten lassen. Das hat Mensch doch immer schon gesagt. Auch die Gruppe der sogenannten Allys versteht sich so: Zum Verteidigen kann man das Wort ja trotzdem wiedergeben. Als Referenz werden Menschen genutzt, die kaum Berührung mit der deutschen Bedeutung dieses Namens haben. I’m looking at you öffentlich Rechtlicher! Ihr bekommt es immer hin, die eine Schwarze Person zu finden, die es gar nicht so schlimm findet. Aber erwähnt auch nie, dass diese Personen kaum in Kontakt mit der Begrifflichkeit gekommen sind. Aber hey, das ist ja halb so schlimm, oder? Vielleicht solltet ihr Mal Schwarzdeutsche einladen, die sich mit diesem Wort seit ihrer Kindergartenzeit auseinandersetzen müssen. Das wäre aber zu einfach! Deswegen weiterhin diejenigen suchen, die es nicht so schlimm finden, während die anderen in Städten darum kämpfen, dass das N-Wort geächtet wird. Wenn es Kinder in ihrer Schullektüre schon kritisch anmerken, einfach traditionell vetoisieren, da Mensch es eben nicht anders gelernt haben möchte. Vielleicht sind diese Traditionalist:innen die eigentliche Sprachpolizei ;)                

    :bena

 
Der Zug ist (fast) abgefahren

Es geht um Schnelligkeit in „Starlight Express“ und schnell sollten wir auch in unserer Einleitung zur Sache kommen. 

Die Ferien der Bourgeoisie stören.

Von neun Euro profitieren 

Das 9 Euro-Ticket ist seit heute befahrbar und erleichtert vielen Menschen den Alltag.  

„Für neun Euro nach Sylt!“, der Sturm auf die Insel, war die viralste Reaktion auf die Ankündigung des günstigen Fahrspaßes. Dabei wird vergessen, dass der ‚Spaß‘ dabei für manche gar keiner ist. Viele Personengruppen sind auf die Öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen, um im Alltag ihre Schulen, Universitäten, Arbeits- und Ausbildungsstelle, die Wohnorte ihrer Partner:innen, Freund:innen, ihre Familien, oder andere Städte zu erreichen. Dazu zählen Schüler:innen, Student:innen ohne fahrbaren Untersatz, Menschen mit Erkrankungen oder Behinderungen, die kein Auto, Motorrad oder auch Fahrrad fahren dürfen oder können, und auch Senior:innen, welche nicht mehr eigenständig fahren wollen oder können. Hinzu kommen außerdem Menschen, die sich weder einen Führerschein noch ein eigenes Transportmittel leisten können und natürlich auch jene, welche die öffentlichen Busse und Bahnen dem eigenen Fortbewegungsmittel vorziehen. Für viele von ihnen bedeutet das für drei Monate gültige Ticket eine enorme Entlastung. Allein das Senior:innen-Ticket für den Verkerhsverbund Rhein-Ruhr, das Bären-Ticket, kostet beispielsweise im Normalfall 92,90 Euro im Monat – bei einer durchschnittlichen Nettorente für Männer von 1.335 Euro und für Frauen von 900 Euro im Monat nicht gerade wenig. Aber auch für ärmere Bevölkerungsschichten realisiert das neun Euro Ticket vieles, für einige sicherlich auch den allerersten Urlaub. Mit Partner:in (und Kindern) für kleines Geld in schöne Ecken Deutschlands, das ist für sie kein Zeitvertreib oder eine ‚just for fun‘-Aktion, sondern ein Geschenk, welches die Brieftasche zur Zeit der Inflation enorm entlastet und neben einer günstigen Reise ermöglicht, das gesparte Geld wiederum in andere wichtige Einkäufe einfließen zu lassen.                                                      

  :Rebecca Voeste

 

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