Opposition übt Kritik am AstA-Managment bei der Blaupause
Fehlendes Wasser und andere Missstände
Foto: RUB; Britta Meyerling, Katja Marquard, Daniel Sadrowski, Andreas Secci
Kein Wasser weit und breit?: BesucherInnen auf der Blaupause. Foto: RUB; Britta Meyerling, Katja Marquard, Daniel Sadrowski, Andreas Secci
Kein Wasser weit und breit?: BesucherInnen auf der Blaupause.

Der AStA veröffentlicht auf Druck der GRAS nach einem Jahr Warten die Finanzabrechnung der Blaupause. Dabei zeigen sich Mängel bei der Planung und der Informationspolitik.

„Der AStA kann nicht einmal in der Wüste Wasser verkaufen“, heißt es in einem aktuellen Statement auf der Homepage der GRAS. Anlass für diese zugespitzte Aussage ist die gerade veröffentlichte Abrechnung der Jubiläumsfeierlichkeiten Blaupause. Diese ergab, dass der AStA 11.511,66 Euro Verlust gemacht hat. Dieser Fakt alleine würde keine große Aufregung erzeugen, da es nicht die Aufgabe des Studierendenausschusses ist, Gewinne zu erwirtschaften. Jedoch zeigt das Zahlenwerk, das auch der :bsz vorliegt, dass diese Verluste vermeidbar gewesen wären.

Die Abrechnung zeigt, dass der AStA Getränke im Wert von 25.000 Euro nach dem Event zurückgab. Dies ist für die Opposition ein Beweis, dass hier eindeutig ein Fall von Missmanagement vorliegt. So wurde vom AStA zwar eine große Menge an Getränken eingekauft. Laut Schilderungen der GRAS wurden diese aber nicht ausgeschenkt. Der Homepage der Hochschulgruppe zu Folge war nirgendwo auf der Universitätsstraße Wasser zu kaufen.

Mangelhafte Kommunikation

Ein weiterer Kritikpunkt der Opposition besteht in der schleppenden Informationspolitik des AStA. Nach eigenen Angaben haben die ParlamentarierInnen über ein Jahr darauf warten müssen, dass ihre Anfrage zur Blaupause beantwortet wurde. Zum ersten Mal hatten Mitglieder der GRAS (damals noch der Grünen Hochsschulgruppe (GHG) angehörig) am 17. Juni 2015 eine Anfrage zur Blaupause gestellt – Rückmeldung erhielten sie dann am 9. Juni 2016.

Die Antwort ist aber für die hochschulpolitische Liste wenig zufriedenstellend: „Die Abrechnung ist so mickrig, die hätten sie uns auch 7 Tage nach der Blaupause vorlegen können.“ Folglich steht also der AStA für die GRAS weiterhin in der Pflicht, umfassendere Auskünfte und detaillierteres Zahlenmaterial zu liefern. 

Die Vorwürfe der Opposition liegen damit auf dem Tisch. Eine Antwort des AStA steht noch aus. Die :bsz wird die Debatte weiterverfolgen und Euch auf dem Laufenden halten.

Gastautor :Jan Freytag 

 

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