Wer will nochmal – wer hat noch nicht?
Es könnte schlimmer sein
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Symbolbild

Kommentar. Wie schon gesagt findet das Sommerfest online statt. Vielleicht gar nicht so schlimm!

Vor zwei Jahren sind wir zum letzten Mal in Massen zum Sommerfest auf den Campus geströmt oder auch nicht. Leider findet es dieses Jahr nur online statt. Wenn man voller Nostalgie das YouTube-Video vom Sommerfest 2019 anschaut, fällt es einem vielleicht wie Schuppen von den Augen: so geil war es nicht. Das suggeriert in erster Linie nur die Hintergrundmusik des Clips, die an ein Video mit den besten und coolsten Dribble-Künsten eines:einer beliebige:n Sportler:in erinnert. Ein prozentual berechenbarer Anteil an MC Fitti in einem Video ruft auch eher Risiken und Nebenwirkungen hervor.
Also blicken wir lieber auf die ganzen positiven Seiten daran, dass wir dieses Jahr zu Hause bleiben müssen. Erstmal ist ein gewisses ängstliches Kribbeln vorhanden, weil man nicht weiß, wie die Veranstalter:innen im Vergleich zum letzten Fest die Musik von Johannes Oerding oder Joris toppen wollen. Spannend. Dann ist es so, weil wir alle zu Hause sind, muss die Uni nicht wieder die Regel durchsetzen „Keine Glasflaschen“. Das heißt, wir sparen Plastik ein. Und wenn niemand an der Uni ist, wird vielleicht einfach ein Link mit einem Feuerwerk aus Sydney gepostet, den sich alle angucken können, anstatt dass wir ein echtes unnötiges Feuerwerk veranstalten. Das lässt sich auch ganz einfach mit einem Handy abfilmen wie ein richtiges! Herrlich!
Ein weiterer positiver Faktor ist, dass die Uni keine Getränke bereitstellen muss und somit nicht Coca-Cola als Partner zu nehmen braucht. Das Unternehmen war zum Beispiel 2018 und 2019 der größte Wegwerfplastikanbieter der Welt, noch vor Pepsi und Nestlé, laut einer Studie der Non-Profit Organisation Break Free From Plastic. Es wäre also besser, dieses Unternehmen nicht zu unterstützen. 

Wenn das alles nicht positiv klingt, dann weiß ich auch nicht. Außerdem wurde ein heimlicher Star der RUB angekündigt. Das klingt voll vielversprechend. Wir können also resümieren und unterm Strich sagen, dass manche Fauxpas durch das Format eliminiert werden, aber ein gewisses und aufregendes Restrisiko bleibt. 

:Lukas Simon Quentin