Musik mit Maske – in der Jahrhunderthalle finden wieder Veranstaltungen statt
Eineinhalb Meter Raum für Kultur

Kultur. Bochum ist bekannt für sein Kulturangebot. Doch seit der Corona-Pandemie musste das Kulturleben auf Eis gelegt werden. Jetzt eröffnet die Jahrhunderthalle wieder – allerdings unter Auflagen. 

Es ist Dienstagabend in der Jahrhunderthalle und zum ersten Mal seit März diesen Jahres findet die Bochumer Blues Session wieder live auf einer Bühne statt. Seit über 25 Jahren ist die Blues Session fester Bestandteil des Kulturprogramms der Stadt Bochum. Bis 2016 wurde im Kulturcafé der Ruhr-Uni performt, seit fast vier Jahren nun zieht es Liebhaber:innen des Blues nach frein’s Event Location, wo jeden ersten Freitag im Monat nicht nur Bands, sondern auch Einzelpersonen zusammenkommen, um sich gemeinsam dem Blues hinzugeben. Denn die Bochumer Blues Session steht allen offen, die schon immer mal auf einer Bühne stehen wollten. 
Auch wenn die Bundesregierung mithilfe von Förderprogrammen wie NEUSTART KULTUR und der Initiative Musik insgesamt 10 Millionen Euro für Künstler:innen bereitstellt, ist das nur ein kleiner Schritt, um das Kulturprogramm wieder auf den Stand zu bringen, auf dem es vor der Pandemie war. Die Jahrhunderthalle wird beispielsweise nicht von dem Programm NEUSTART KULTUR gefördert. Nichtsdestotrotz haben sich Künstler:innen aus Bochum und Umgebung, die Bochumer Veranstaltungs-GmbH und das Kulturbüro der Stadt Bochum zusammengeschlossen, um das Projekt KulturRaum Bochum in die Wege zu leiten. 

Der KulturRaum Bochum sieht vor, eine Bühne für Kulturschaffende zu stellen, damit diese wieder vor Publikum performen können. Dafür wurde ein Hygienekonzept entwickelt, das den Corona Maßnahmen der Bundesregierung entspricht. Die insgesamt 256 Plätze, die in der Jahrhunderthalle zur Verfügung stehen, sind in Zweier- und Vierer-Sitzgruppen aufgeteilt, sodass der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann, wenn man mit seiner Freundesgruppe die Jahrhunderthalle besucht. Anhand von Bodenmarkierungen besteht auch die Möglichkeit, im Eingangsbereich den Mindestabstand einzuhalten. Mund-Nasen-Schutz sowie das Hinterlassen von Kontaktdaten sind Pflicht.  

Wer die Bochumer Blues Session am 6. Oktober verpasst hat, kann aufatmen: Am 30. November wird es eine weitere Session in der Jahrhunderthalle geben. Aber nicht nur Blues kann man im KulturRaum genießen, es gibt auch zahlreiche andere Veranstaltungen. 
Am Montag, den 19. Oktober, habt ihr die Möglichkeit, von den Künstler:innen des ZDF Traumschiffs mit der Veranstaltung „Calvero’s Salon-Zaubertheater“ in den Bann gezogen zu werden. Der Eintritt beträgt 30 Euro für Erwachsene. Am Freitag, den 23. Oktober, wird im KulturRaum die antike Tragödie „Antigone“ von Lucia Lork als moderne Dystopie inszeniert. Der Eintritt ist frei, Tickets können unter der E-Mail-Adresse karten.antigone@gmx.de reserviert werden. In Kürze werden auch Tickets für die Multivisions-Show „wildes Namibia“ von Bernd Wasiolka verfügbar sein, die am Dienstag, den 24. November stattfinden wird. Zuschauer:innen werden in der Show von der Landschaft und Tierwelt Namibias verzaubert.  

Solange die Fallzahlen in Bochum nicht zu sehr steigen, bietet das Projekt KulturRaum Bochum Künstler:innen eine Bühne, die für sie unverzichtbar ist. Mithilfe des Hygienekonzepts versucht die Stadt Bochum, das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu halten, damit Projekte wie der KulturRaum Bochum weiterhin existieren können.          
       

:Augustina Berger