Metropolradruhr expandiert nicht wie vereinbart
Die Stadt ohne Räder dran
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Gar nicht reizend: Nextbike kommt nicht mit dem Ausbau hinterher. - Foto: mar
Gar nicht reizend: Nextbike kommt nicht mit dem Ausbau hinterher.

760 weitere Räder und 35 neue Stationen sollten es in Bochum sein. Das haben der AStA, die Verwaltung und das Studierendenwerk Akafö der Ruhr-Universität mit der Firma Nextbike im November vergangenen Jahres ausgemacht. Nun, mehr als ein halbes Jahr später, haben die Wohnheime immer noch keinen Anschluss an das Leihfahrradnetz metropolradruhr; Fahrräder gibt es immer noch weniger als RadfahrerInnen. Dafür sollen RUB-Studis nun weniger zahlen.

Der Ausbau des Stationsnetzes des (für RUB-Studierende quasi kostenlosen) Leihfahrradsystems von Nextbike geht nach Informationen von AStA-Vorstandsmitglied Sven Heintze aus zweierlei Gründen langsamer als vertraglich vereinbart voran: Zum Einen habe die Firma Nextbike Lieferschwierigkeiten – sowohl die benötigte Zahl an Rädern als auch die der Terminals sei zurzeit nicht verfügbar.

Zum anderen habe Nextbike es versäumt, rechtzeitig mit den anderen VertragspartnerInnen in Verhandlung zu treten. Um Stationen auf städtischen Flächen aufzustellen, bedürfe es nun einmal einer Genehmigung durch die Stadt. Nextbike selbst allerdings dementiert Lieferschwierigkeiten. Das Problem sei, dass sich die Stadt Bochum – wie andere Städte auch – schwer damit tue, den Bau der Fahrradständer zu genehmigen.

Von der Studierendenschaft gewünscht waren Verleihstationen an der U35-Haltestelle Riemke Markt, an allen Studierendenwohnheimen und am Kemnader See. Bis auf die Einrichtung von Stationen am Hegge-Kolleg und an der Stiepeler Straße 71a wurde von diesen Plänen jedoch noch nichts verwirklicht.

Sozialbeitrag kann sinken

Der Fall ist klar: Die Firma Nextbike hat ihren Teil des Vertrags nicht eingehalten. Der AStA habe die Zahlungen an Nextbike entsprechend reduziert, erklärt Sven Heintze. „Außerdem haben wir noch einen Rabatt bekommen. Die Ersparnis soll natürlich den Studierenden zugute kommen“, fügt der Finanzreferent hinzu. Das bedeutet, dass der Beitrag pro Studi von 1,50 Euro (im Semesterbeitrag enthalten) auf unter einen Euro sinken soll.
 

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