Mal anders bei Regen spielen
Die Legenden von Andor
Bild: Patrick Henkelmann
Viel los auf dem Feld: Bei diesem kooperativen Fantasy-Gesellschaftsspiel kommt keine Langeweile auf.

Brettspiel. Eine heimelige fantastisch-mittelalterliche Landkarte als Spielfeld, auf dem verschiedene Monster jede Runde in vorgegebenen Pfaden bewegt werden. Und dazu eine Gruppe von archetypischen Fantasy-HeldInnen – wie KriegerIn, ZwergIn oder MagierIn – welche versucht, die Monster von der Burg fernzuhalten und zugleich quer durchs Land die Siegesbedingungen der gerade gespielten Legende zu erfüllen.

So lässt sich „Die Legenden von Andor“ kurzgefasst beschreiben. Der regeltechnische Einstieg in die Fantasywelt gelingt hier angesichts der Komplexität des Spiels doch ziemlich schnell und einfach, da die meisten Regeln nach und nach beim Spielen durch vorzulesende Karten erklärt werden. Die in den verschiedenen Legenden zu erledigenden Aufgaben variieren schön: Mal muss unter verdeckten Nebelplättchen eine Hexe gefunden werden, um von ihr die Position des Heilkrauts für den kranken König zu erfahren. Mal gilt es einen finsteren Magier als Endgegner zu besiegen. Die SpielerInnen müssen dabei stets überlegt zusammenarbeiten, denn der Erzähl-Spielstein bewegt sich jede Runde ein Feld weiter dem Spielende entgegen – und jedes besiegte Monster lässt ihn zusätzlich ein Feld weitergehen, so dass unnötiger Kampf zu vermeiden ist.

Das Spielmaterial ist zwar in Gänze aus Pappe, doch wurde vom Illustrator und Autor Michael Menzel optisch liebevoll gestaltet. Bei diesem Spiel – samt seiner mittlerweile sechs Erweiterungen – ist wirklich zu spüren, dass jemand seiner künstlerisch-kreativen Passion nachgegangen ist. Eine absolute Empfehlung für Fantasy-affine Runden von zwei bis vier (oder mit Erweiterungen sechs) SpielerInnen. 

:Gastautor Patrick Henkelmann

 

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