LeserInnenmeinung: Wir haben gefragt – Ihr habt geantwortet: Warum lest Ihr uns eigentlich?
In der Mensa beginnt die :bsz-Weltherrschaft
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Simon Raguß schickte gleich ein ganzes Gedicht, um der :bsz zu huldigen. Bild. mar
Simon Raguß schickte gleich ein ganzes Gedicht, um der :bsz zu huldigen.

Die :bsz sei höchstens dazu geeignet, das Essen aufzuwischen, das der LeserInnenschaft bei der Lektüre unserer Artikel in der Mensa aus dem Mund fiele, behauptete einst ein/e anonyme LeserIn. Ginge es nach den LeserInnenbriefen, die wir als Reaktion auf unsere RUB-Parfumverlosung in :bsz-Ausgabe 1053 erhalten haben, liest uns der Großteil unseres Publikums tatsächlich in der Mensa – aber Würgereize scheinen wohl eher selten der Fall zu sein. 

Lange Zeit war „der Leser“ innerhalb unserer Redaktion das, was Peter Kardell für alle InhaberInnen eines RUB-Postfachs ist: eine nicht greifbare Fantasiegestalt, an die man aufgrund ihrer ständigen Allgegenwart lediglich glauben konnte, deren Existenz aber unbewiesen blieb. Nachdem ein Redakteur unseren Lieblingsmailkontakt mit eigenen Augen sah und feststellte, dass Herr Kardell tatsächlich existiert und sogar menschliche Bedürfnisse (Kaffee!) hat, blieb das letzte Rätsel übrig: Wer sind die :bsz-LeserInnen – und wenn ja, wie viele? 

Angelockt vom Wissensduft

Passenderweise brachte die RUB zu jenem Zeitpunkt einen Duft heraus, in dem wir das perfekte Lockmittel für Angehörige der Gattung LeserIn zu erkennen glaubten. Um eins von drei Exemplaren des Knowledge-Duftes zu gewinnen, solltet Ihr uns verraten, warum ihr uns gerne lest und welche Themen euch besonders ansprechen. 

Zumindest die Frage, an welchem Ort der RUB die :bsz ihr Hauptpublikum findet, hat der/die anonyme LeserIn vom Anfang des Artikels bereits beantwortet – nicht alle scheinen beim Mittagessen in der Mensa jedoch von unseren Artikeln Brechreiz zu bekommen: „Ich gehe regelmäßig in die Mensa und am Mittwoch wird es eher ein längerer Besuch. Da kommt die neue :bsz raus und ich schmökere gerne darin“, schreibt uns etwa Leser und Knowledge-Gewinner Omar C, der es besonders wichtig findet, dass über das studentische Engagement auf dem Campus informiert wird. Da ist er nicht der Einzige, denn auf dem Weg vom Studierendenhaus zur N-Reihe scheinen viele Infos verloren zu gehen, findet auch Chemiestudentin Liliane: „An einer so großen Uni bekommt man viele Dinge nicht mit, aber wenn ich eure Zeitung lese, weiß ich, dass ich nichts Wichtiges verpasse.“ Leserin Caro informiert sich bei Ereignissen wie der VRR-Urabstimmung im Juni sogar als Erstes in der :bsz, wie sie uns mitteilt: „Die Hefte von dem AStA waren sehr hilfreich, aber über die Wahlwerbung hinausgehend bekam ich einfach, schnell und am unparteiischsten über die :bsz weitere Informationen.“

Dosenravioli vs. Nudeltheke

Bei aller Liebe zum politischen Engagement kann man unseren LeserInnen allerdings auch eine gewisse kulturelle Affinität unterstellen. So finden vor allem Berichte über Festivals bei unserem Publikum Anklang – mit allen kulinarischen Randerscheinungen, die so ein Festivalbesuch nun mal mit sich bringt: „Beim Gedanken an zu lauwarme Dosenravioli und zu lauwarmes Dosenbier, wird mir wieder bewusst, was für ein vorzügliches Mensaessen wir doch haben“, schreibt Leserin Helen, die zweite Knowledge-Gewinnerin: Ihr Kommilitione Nathanael freut sich hingegen über studentische Kreativität im Kulturteil: „Ich finde es interessant, zu sehen, wie Außenstehende über die studentische Theaterwelt denken, und finde da gerade eure Meinung spannend.“ 

+++Eilmeldung+++ Neuer :bsz-Hofdichter ernannt!

Apropos Kreativität: :bsz-Leser Simon wurde zwar leider bei der Verlosung nicht aus unserem Topf gezogen – ein paar Fleißpunkte hat er sich trotzdem redlich verdient, denn wann bekommt eine Zeitung von einem ihrer Leser schon mal ein Gedicht zugeschickt? Auch wenn wir beflügelt durch eure netten Kommentare als nächsten Schritt die Weltherrschaft planen, passiert uns so etwas auch nicht alle Tage. Wir hoffen, das Werk gefällt uns genau so wie euch und wollen Euch, den tollsten LeserInnen überhaupt, etwas von Eurem Lob an uns zurückgeben – am besten mit den Worten von Tuyen, dem dritten Gewinner im Bunde: „… weil ihr geil seid!“

 

:Birthe Kolb

 

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