Firlefanz mit der :bsz
Dem grünen Daumen nach
Bild:bena
Symbolbild

Gärtnern. Jetzt ist die perfekte Zeit, die Grünanlagen in Euren Wohnungen zu expandieren. Ihr habt wahrscheinlich die Zeit dafür, und ein paar Pflanzen erhöhen die Lebensqualität schon zumindest ein wenig. Wenn Ihr euch clever anstellt, kommt Ihr günstig davon und könnt von Eurem kleinen In-Door-Garten auch noch profitieren. Darum, Blumenerde zu kaufen kommt Ihr wohl nicht herum, Blumentöpfe findet man jedoch günstig oder umsonst an beinahe jeder Ecke, ob im Second Hand Laden oder in der nächsten Give-Box. Nach Pflanzen fragt doch einfach mal Eure Freund:innen, Geschwister, Eltern, Arbeitskolleg:innen oder wer immer Euch grad einfällt. Vielleicht haben sie ja Pflanzen zuhause, von denen sie euch Ableger mitbringen können. Viele gängige Zimmerpflanzen lassen sich aus Stecklingen ziehen, auch ohne weitere Hilfsmittel. Ähnlich einfach ist Regrowing – aus Gemüseresten neue Pflanzen wachsen lassen, die man auch ernten kann. Am einfachsten ist das mit Frühlingszwiebeln, Stangensellerie, Lauch und ähnlichem Gemüse. Schneidet das Wurzelende ungefähr einen Fingerbreit ab, legt es in Wasser, und wechselt dieses so lange täglich, bis es anfängt zu sprießen. Dann ab in die Erde, und an einen hellen Ort stellen. Wenn Ihr den Dreh einmal raus habt, könnt Ihr Euch auch an schwierigeren Pflanzen versuchen. So kann man auch Kartoffeln, Pilze und sogar Ingwer nachwachsen lassen. Dafür braucht man aber deutlich mehr Zeit, Platz und/oder Ahnung von der Sache. Fangt klein an, und dann schaut weiter, es lohnt sich.

 Bild und Text :kjan

 

Paradies für Bienen.Ob Garten, Balkon oder Fensterbank – Blumen verschönern jedes Zuhause und was bietet sich besser an, als der Umwelt auf kleinem Wege zu helfen? Besonders Bienen sind zunehmend bedroht und Ihr könnt dabei helfen, dass der Fortbestand gesichert bleibt. Hierbei ist es wichtig, dass Ihr nicht nur pflanzt, was Ihr schön findet, sondern auch wisst, was wann blüht. Denn so kann man vom Frühling bis zum Herbst gewährleisten, dass die Bienen oder auch andere Insekten angelockt werden können. Kleiner Tipp: Blaue Blumen finden sie besonders schön. Was sie jedoch nicht mögen, sind Blumen mit gefüllten Blüten. Denn diese bieten den Tieren kaum Nektar und enthalten in der Regel viele Blütenblätter. 

Für einen insektenfreundliches Gewächs brauch man auch kein Gewächshaus, denn die Tiere sind rundum mit den heimischen Pflanzen zufrieden. Nur bei der Pflege solltet Ihr drauf achten, dass Ihr auf Hausmittelchen setzt, da Chemie kontraproduktiv für eine bienenfreundliche Bepflanzung erscheint. Aber nicht nur die Bepflanzung kann helfen, mit Insektenhotels kann man Bienen und Hummeln ein Zuhause zum Nisten und überwintern bieten. Auch hier ein kleiner Tipp: Auch Bienen müssen trinken. Also schaut, dass wenn ihr bei der Planung seid, kleine Wasserstellen einplant.

Falls Euch das alles zu viel ist, könnt ihr doch mal mit ein paar Saattüten spazieren gehen und eine neue Bienenwiese entstehen lassen.

Bild und Text :bena

 

Zimmerpflanzen. Keine Ahnung, einfach machen! Wenn Ihr genau so wenig Ahnung habt wie ich über Zimmerpflanzen, hilft eigentlich nur eins; einfach mal machen. Kauft Euch doch erstmal die Klassiker: Monstera aka die Lieblingspflanze aller Hipster, Kakteen für die besonders Motivierten oder Efeu, weil wächst schnell. Wenn Ihr dann  Lust auf ein wenig schwerer zu haltende Pflanzen habt, dann holt Euch Gartenkräuter. Schwierig zu halten – meistens gehen sie mir nach zwei Tagen ein – aber pragmatisch, praktisch, gut! 

Eine große Liebe konnte ich nie wirklich zu Zimmerpflanzen entwickeln, wahrscheinlich ist das dem Umstand geschuldet, dass sie mir permanent eingehen. Generell checke ich das halt null. Warum gießt man manche nur von unten und manche von oben? Kommt Regen nicht immer von oben? Wieso also von unten gießen? Naja. Schön sehen die Dinger auf jeden Fall aus – selbst, wenn sie schon halb am verwelken sind. Sie bringen den Raum irgendwie zusammen. Ein Stückchen Garten in den eigenen vier Wänden. Zimmerpflanzen sind die Vorstufe zum:zur Kleingärtner:in. Irgendwann kaufe ich mir dann noch eine kleine Ansammlung von Gartenzwergen. Die Krönung wird dann mein Schrebergärtchen zwischen Bonn und Köln, wo ich das beste Rosenbeet der Stadt haben werde. Zumindest werden das die Vereinsmitglieder bei unserer alljährlichen Mitgliedsversammlung der Kleingartenbesitzer e.V. bestätigen können. Bis dahin wird es wohl eher noch beim Kaktus bleiben, aber groß träumen darf man wohl noch.

Bild und Text :kiki

 

Aus Abfall mach neu. Was haben Karottengrün, der Wurzelstrunk von Zwiebeln und Ananasgrün gemeinsam? Richtig, Du kannst daraus eine neue Pflanze ziehen. Wie das geht, erklär ich Dir nun. Das obere Ende einer Möhre wird eher selten verzehrt. Unabhängig davon, ob da grün dran ist oder nicht, kannst Du den Strunk auf ein nasses Zewa setzen oder direkt auf Erde. Nach einiger Zeit bilden sich Wurzeln. Bei den Zwiebeln verwendest Du die Zwiebel ganz normal zum Kochen und setzt das Ende mit den Wurzeln auf die Erde. Bei beiden kannst Du relativ fix Erfolge sehen, wenn die ersten grünen Blättchen sprießen. Die Ananas braucht etwas länger, erst recht bis die Früchte trägt (wir sprechen hier von Jahren), aber dennoch sieht es ganz cool aus. Dafür bewahrst du den Deckel der Ananas auf. Entferne mit einem kleinen Messer alles an Fruchtfleisch von dem Grün. Anschließend ziehst Du die unteren (zwei bis drei reichen) der Blätter entgegen der Wuchsrichtung ab, es bildet sich ein kleiner Pfahl. Nun setzt Du die Ananas auf ein mit Wasser gefülltes Glas (Ein Gurkenglas zum Beispiel). Die Blätter sollten am Glasrand halt geben, dass die Ananas nicht einsinkt, der Pfahl sollte gut ins Wasser kommen. Wenn du Wurzeln siehst (bei mir hat das etwa zwei Wochen gedauert), kannst Du sie in Erde setzen. Nettes Gimmick: Mit Kräutern klappt das auch! Basilikumstiele kann man beispielsweise auch in Wasser stellen und vermehren. Sobald er wurzelt; in die Erde und immer wieder ernten. (Auch wenn Du ihn schon geerntet hast und er keine Blätter mehr hat, funktioniert das!)

 

Bild und Text :ken

 

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