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Das Unwort des Studiums
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Zzzz...: Bekommt Ihr so mehr Power?

leda.jpgKommentar. Er ist berühmt berüchtigt: der Powernap. Nur für Euch wage ich den Selbsttest.

Viel Wasser trinken. Oder Kaffee. Oder Energy Drinks. Nebenbei Nüsse essen. Oder Schokolade. Oder Chips. Und auch an regelmäßige, gesunde Mahlzeiten denken. Also quasi jede Nacht um zwei eine 5-Minuten-Terrine. Immerhin regelmäßig.

Wir kennen sie alle: die Mythen, Legenden und Sagen rund um das perfekte Lernverhalten. „So kommst Du erfolgreich durch die Klausurphase.“ „10 Tipps, die dir das Lernen erleichtern – mit Nummer 5 hätten wir nicht gerechnet!“ Und wir kennen es auch (fast) alle: die Versuche, diese Tricks auszuprobieren, die dann doch mehr oder weniger scheitern.

Der vielleicht beliebteste Trick unter den Study-Life-Hacks? Der Nap. Der Mythos. Die Legende … es ist das Powernappen. Ob Klausur- oder Hausarbeitsphase oder einfach nur das lang aufgeschobene Essay. Wenn Ihr nach der Uni oder Arbeit einen kurzen Powernap einlegt, soll das Wunder bewirken. Ihr kriegt dadurch … naja, die nötige POWER eben.

Aber stimmt das? Nur für Euch habe ich mich dem Selbstexperiment unterzogen. Es waren zwei harte Wochen, in denen ich jeden Tag, noch neben dem Studium, eine Arbeitsschicht einlegte. Was man nicht alles für seine Leserschaft macht!

Nach meiner sorgfältigen Recherche (also … der ersten Seite der Google-Ergebnisse) dauert ein Powernap maximal 20 Minuten. So machte ich mich also auf den schwierigen Weg, jeden Mittag 20 Minuten zu schlafen. Was ich vorher natürlich NIE getan habe!

Das Ergebnis? Immer noch müde. Erstaunlicherweise haben die 20 Minuten powernappen auch nichts gebracht, wenn man die Nacht davor nur zwei Stündchen geschlafen hat. Also hieß es weiter testen. Eine Stunde am Tag. Zwei. Drei! Ach, direkt vier! Und irgendwann kam ich zu dem Ergebnis: Wenn man nur lange genug schläft (halt so, dass man auf seine generellen acht Stunden am Tag kommt), dann bringt der Powernap was! Na ja, Zeit zum lernen hatte ich dann allerdings nicht mehr…

:Charleena Schweda