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Das Ruhrgebiet von morgen
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Zukunft Ruhrgebiet: Die RAG-Stiftung lädt alle Interessierten zum Hackathon. Bild: RAG
Zukunft Ruhrgebiet: Die RAG-Stiftung lädt alle Interessierten zum Hackathon.

Perspektiven. Wer hat die besten Ideen für die Zukunft des Ruhrgebiets? Die Ruhrkohle-AG-Stiftung (RAG-Stiftung) lädt zum Hackathon ins LVR (Landschaftsverband Rheinland) Museum Oberhausen. Die Teilnehmenden sollen einen Zukunftsplan für die Zeit nach dem Bergbau entwickeln.

Wenn im kommenden Jahr die letzten Loren voller Steinkohle die Schächte der Zeche Prosper-Haniel in Bottrop verlassen, geht die mehr als ein Jahrtausend andauernde Ära des Ruhrbergbaus endgültig zu Ende. Dann ist Schicht im Schacht. Zumindest fast. Denn das Erbe des Bergbaus ist der Beginn einer weiteren Jahrtausendaufgabe, neben der stetig andauernden Fortführung der Schacht- und Stollensicherung stellt sich die Frage der Zukunftsperspektive für das auf Kohle und Maloche erbaute Ruhrgebiet. Der Ruhrpott ist nämlich nicht nur Heimat von mehr als fünf Millionen EinwohnerInnen und damit der größte Ballungsraum Deutschlands, sondern soll nach dem Willen der RAG-Stiftung auch über 2018 hinaus Zukunftsträger mit Perspektive sein.

Die mit dem Erbe des Bergbaus vertraute Ruhrkohle AG lädt daher Mitte November 2017 zum Hackathon mit dem Titel #NextLevelRuhr ins LVR Museum in Oberhausen. In 24 Stunden sollen kluge Köpfe Zukunftspläne für das Ruhrgebiet erarbeiten und damit die Jury überzeugen. Den drei Erstplatzierten winken Preisgelder im Gesamtwert von 8.500 Euro.

Hacka-Was?

Ein Hackathon ist ursprünglich eine Veranstaltungskategorie aus der Tech- und IT-Branche. In einem zeitlich definierten Rahmen sollen möglichst viele und kreative Lösungsmöglichkeiten gefunden werden. Es handelte sich wortwörtlich um einen Hack-Marathon. Zur Teilnahme an 

#NextLevelRuhr befähigt sind jedoch keineswegs nur IT-Profis und ComputerhackerInnen, auch wenn der Name ebenjenes vermuten ließe. Die Idee der RAG-Stiftung zum Format des Hackathons entstammt den Ergebnissen der Studie „Glückauf Zukunft“ aus dem vergangenen Jahr. Diese besagen, dass sich junge Menschen mehr Mitbestimmung in der lokalen Zukunftsgestaltung wünschen. Dabei sind die Ergebnisse nicht auf Computerspielereien und „Hacks“ beschränkt. Christine Brockschmidt von der Kommunikationsberatung Deekeling Arndt Advisors, welche die RAG-Stiftung bei der Umsetzung der Veranstaltung unterstützt, wünscht sich zahlreiche interdisziplinäre Teams: „Denn meist entstehen richtig gute Ideen, wenn Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven beteiligt sind.“

Wer kann mitmachen?

Am Hackathon #NextLevelRuhr kann und soll sich nach Willen der VeranstalterInnen jedeR Interessierte ab 18 Jahren beteiligen. Besondere Vorerfahrungen sind nicht notwendig. Einzig der Wille, die Zukunft des Ruhrgebiets selbst zu gestalten, wird von den Teilnehmenden erwartet. „Wer eine gute Idee hat, wie die Region gegenüber anderen Metropolen und Ballungsräumen aufholen kann, ist herzlich willkommen. Auch ganze Teams können sich anmelden“, so die VeranstalterInnen.

Der Hackathon findet am 18. und 19. November 2017 im LVR Industriemuseum Oberhausen statt. Gegen einen Anmeldepfand von 30 Euro, welcher zu Beginn der Veranstaltung zurückgezahlt wird, erhalten die Teilnehmenden über die gesamte Dauer ein Catering sowie Schlafmöglichkeiten in der örtlichen Jugendherberge. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten sind unter glueckauf-zukunft.de zu finden.

:Justinian L. Mantoan