Ein neues Popsternchen am Himmel
Das neue Gesicht von Gen-Z-Pop
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Jetzt aber mit Führerschein – Olivia Rodrigo im Musikvideo zu „deja vu“. Bild: YouTube Screenshot
Jetzt aber mit Führerschein – Olivia Rodrigo im Musikvideo zu „deja vu“.

Debüt-Album. Wer noch nicht von Olivia Rodrigo gehört hat, lebt entweder hinterm Mond, hört kein Radio oder ist nicht viel im Internet unterwegs.

Olivia Rodrigo ist nicht der erste Disney-Star, aus dessen Fernsehkarriere eine Musikkarriere entstanden ist. Die Steine, die ehemalige Disney-Stars wie Miley Cyrus, Ariana Grande oder die Jonas Brothers vor bald fast zehn Jahren gelegt haben, sind die gleichen, die nun auch Olivia Rodrigo für sich selbst legt. Jedoch liegen Welten zwischen Miley Cyrus und Olivia. Schon alleine die Musik, die Miley, die damals aus ihrer Disney-Rolle anhand ihre Musikkarriere für sich selbst ausbrechen musste, veröffentlichte, ist Welten anders als die Musik von Olivia. Nichtsdestotrotz ist Olivias Musik erfolgreicher, was vor allem mit dem
Social-Media-Netzwerk TikTok zu tun hat.

Die Kalifornierin wurde im Februar 2003 in Temecula geboren. Für ihre Rolle als Paige Olvera in der Disney-Serie Bizaardvark zog sie nach Los Angeles. Bekannt wurde sie für ihre Rolle als Nini Salazar-Roberts, eine der Hauptrollen in der „Disney+-Serie High School Musical: Das Musical: Die Serie“. Für die Serie schrieb sie zwei Songs, die auch als Titelmusik fungieren: All I Want und Just For A Moment. Am Set der Serie lernte Olivia Joshua Basset kennen. Zwischen den Charakteren der beiden Schauspielenden entwickelt sich eine Romanze, wodurch Fans anfingen, die beiden Schauspielenden auch im echten Leben zu shippen. Beide verneinen eine Beziehung, bis zum Release von drivers license – und innerhalb einer Woche landete der Song auf Platz eins der Billboard Charts. In dem Lied geht es um eine abgebrochene Beziehung und Fans sind sich sicher, das Lied muss von Joshua Basset handeln. Auch ist im Lied von einem blonden Mädchen die Rede und das Internet vermutet, dass es sich um Sabrina Carpenter handeln muss. Kurz darauf veröffentlicht Sabrina den Song „Skin“ und erneut diskutiert das Internet, ob das Lied eine Reaktion auf „drivers license“ ist, denn in ihrem Lied singt Sabrina von Eifersucht, Lügen und der Hoffnung, dass man vielleicht in ein paar Jahren über die Situation lachen kann.  

Klar ist: aktuell können die Fans noch nicht über die Situation lachen. Allerdings brachte das ganze Drama einen Vorteil mit sich: Publicity. Nicht nur Olivias Songs wurden als TikTok-Songs bekannt, auch das Drama und die Gerüchte thematisierten Leute auf TikTok wochenlang. Nach drivers license stieg auch „deja vu“ auf Platz acht in die Charts – damit ist Olivia die erste Künstlerin, deren ersten beiden Singles sich einen Platz in der Top Ten sichern konnten. Auch „good 4 you“ startete auf Platz eins der Charts.  

Nach dem Release ihrer drei Singles kam nun das Album „Sour“. Von den LA Times wurde Olivia als “das frische Gesicht von Gen Z Popmusik“ bezeichnet, was den Erfolg des Albums nur unterstützt. Auf TikTok werden die Lieder tausende Male geteilt, auch in den Charts halten sich ihre Songs. Olivias Musik kommt gut an, denn sie singt von Herzschmerz, verlassen werden, aber auch unangenehmeren Emotionen wie in ihrem Song „jealousy, jealousy“. Doch nicht nur bei den jüngeren Gesichtern der Gen Z Generation kommt ihre Musik gut an, auch einige Millennials wünschen sich auf Twitter, dass sie zu ihrer Schulzeit die Musik von Olivia Rodrigo gehabt hätten.  

Nur ein Song auf „Sour“ ist nicht so ganz wie die anderen: hope ur ok. Der Song thematisiert eine verflossene Freundschaft und unterscheidet sich auch musikalisch vom Rest des Albums. Einige Fans finden, der Song ähnelt dem „Folklore“ Album von Taylor Swift. Ob Olivias Musik zukünftig in diese Richtung geht, weiß nur die Zukunft.

:Augustina Berger