Planetarium Bochum: Nicht nur Sterne gucken
Das kosmische Schauspielhaus
Bild: Zeiss Planetarium Bochum
Eine Reise in verschiedene Welten? Das Planetarium bietet viele Möglichkeiten, mehr über das Firmament und über uns herauszufinden.  Bild: Zeiss Planetarium Bochum
Eine Reise in verschiedene Welten? Das Planetarium bietet viele Möglichkeiten, mehr über das Firmament und über uns herauszufinden.

Naturwissenschaft. Bis zur Unendlichkeit – und noch viel weiter! Zumindest an die Ränder des bekannten Universums können GästInnen dank vielfältiger Angebote des Planetariums Bochum gelangen. Nicht nur NaturwissenschaftlerInnen kommen auf ihre Kosten.

Planetarien – wenn man einmal drin gewesen ist, reicht die Erfahrung für das ganze Leben? Keineswegs. Planetarien, wie das in Bochum, bieten schon lange nicht mehr nur einen Überblick über den Äther und den aktuellen Sternenhimmel. Der Spielplan des Planetariums Bochum beinhaltet neben informativen Astroshows zu verschiedenen Thematiken Musik- und Kindershows, Livekonzerte, Lesungen, Hörspiele, Vorträge und ganze Astronomiekurse. „Heute ist das Planetarium die Bühne für den dynamischen Kosmos: das kosmische Schauspielhaus“, fasst Prof. Susanne Hüttemeister zusammen. Hüttemeister ist Leiterin des Planetariums und hat nebenher einen Lehrauftrag am Astronomischen Institut der RUB.

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„Ich tauche in fremde Welten ein. Diese fremden Welten sind in den Astroshows – natürlich – das Weltall, Planeten, Nebel, Sterne, Galaxien.“ Gerade der immersive Charakter dieser Shows sei es, welcher die BesucherInnen fasziniert. Dabei seien die Produktionen, die sowohl im Haus als auch in Zusammenarbeit mit anderen Instituten entstehen, zum Teil sehr aufwendig produziert. 

Ähnliches gilt auch für die Musikshows. Diese unterscheiden sich im Grad der Visualisierung: Während Shows wie „Pink Floyd“ oder „Queen“ opulent von den Bands selbst mit vielen Aufnahmen produziert wurden, dient das Visuelle bei den Veranstaltungen der Reihe „Music Space“ als Untermalung der Musik: „Da steht die Musik im Vordergrund und die Visualisierung machen wir live. Das ist vielleicht nur Sternenhimmel. Man kann dann Musikhören und in die Sterne gucken, inszeniert von Musik.“ Musikalisch halten sich Mainstream und Nische die Waage. Gerade bei den Musikshows müsse man schauen, was einem gefiele, so Hüttemeisters den Tipp. 

Kindershows wie „Lars – der kleine Eisbär“ vermitteln Wissen kindgerecht, verpackt in eine spannende Rahmenhandlung. Während diese Show mit den Kieler KollegInnen entstanden ist, produziert das Planetarium die meisten selbst. Man sei nicht Hollywood und es sei nicht die Absicht, Filme wie „Ice Age“ zu produzieren. Aber: „Die Figuren sind animiert!“, sagt Hüttemeister. 

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Neben den Shows bietet das Planetarium regelmäßig Vorträge und auch Kurse, die aktuelle Forschungstendenzen und -ergebnisse präsentieren. „Wir sind als Planetarium natürlich auch Wissenschaftskommunikation“, erläutert die Dozentin, die durch ihren Lehrauftrag nah an der universitären Forschung ist. So steht das Planetarium beispielsweise in Kooperation mit der Folkwang Universität der Künste und der FH Dortmund. Studierende beider Unis erforschen im Rahmen von Seminaren die „Möglichkeiten der Kuppel als visuellen und akustischen Raum“. Gerade für Phänomene wie Virtual Reality werde dies interessant. 

Das Planetarium Bochum wurde bereits 1964 eröffnet und ist das größte seiner Art im Ruhrgebiet. Das aktuelle Programm findet sich online: tinyurl.com/kalenderplane

:Andrea Lorenz

 

GEWINN:SPIEL

Gewinnt zwei Karten für eine Musikshow Eurer Wahl – schreibt uns dazu bis zum 30. April eine Mail an redaktion@bszonline.de mit dem Stichwort „Per :bsz ad astra“.