I like big books and I cannot lieeee
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LITERATUR. Wer in manche unserer Buchhandlungen geht, könnte meinen nach Simone de Beauvoir und Virginia Woolf schrieben Frauen nur noch über Yoga, Diäten und Esoterik – doch weit gefehlt. Hier stellen wir moderne Werke von Autorinnen* vor, die eine weite Bandbreite abdecken.

 

Chimamanda Ngozi Adichie: We Should All Be Feminists (2014)

Die gebürtig nigerianische Autorin schreibt sowohl fiktive als auch nicht-fiktive Werke, die sich oftmals um Themen wie Feminismus, Rassismus und Gleichstellung drehen. Unter anderem veröffentlicht Adichie auch kurze, manifestartige Werke, darunter Dear Ijeawele, or A Feminist Manifesto in Fifteen Suggestions oder We Should All Be Feminists. Hier wird in eher einfacheren Erklärungen besonders Menschen, die sich vorher nicht tiefergehend mit Feminismus beschäftigt haben, das Thema und dessen Wichtigkeit nähergebracht.

 

Elizabeth Gilbert: Committed: A Skeptic Makes Peace with Marriage (2010)

Angie Thomas erlangte ihren Bachelor Abschluss im Fach Kreatives Schreiben an der Balhaven Universität und schaffte mit ihrem Debütbuch auf sich aufmerksam zu machen. Dort erzählt sie die Geschichte von Starr einem Teenie, die in zwei Welten zu leben scheint. Eines Abends wird sie mit ihrem besten Freund Khalil von einem Polizisten angehalten, der den unbewaffneten jungen Mann während, einer Kontrolle erschießt. Sie behandelt in dem Jugendroman die Polizeigewalt Amerikas und die #Blacklivesmatter-bewegung.

 

Julia Serano: Whipping Girl: A Transsexual Woman on Sexism and the Scapegoating of Femininity (2007)

Die US-Amerikanerin Julia Serano ist unter anderem Schriftstellerin und Aktivistin für sowohl Transgender-Rechte als auch LGBTQIA*-Rechte im Allgemeinen. In Whipping Girl, einem ihrer insgesamt vier Bücher, verbindet sie Erzählungen ihrer persönlichen und häufig sehr privaten Geschichte mit theoretischen Ansätzen und Abhandlungen über Geschlechter – stets aus einer feministischen Perspektive heraus.

 

Rebecca Solnit: Men Explain Things to Me (2014)

Aufbauend auf einem Gespräch, das Solnit bei einer Feier mit einem Mann hatte, diskutiert sie in verschiedenen Essays feministische Themen wie Mansplaining (,,Man‘‘ und ,,Explaining‘‘: Männer, die annehmen, dass sie grundsätzlich besser informiert sind als Frauen, und ihnen deshalb alles erklären). Während Solnit sicher nicht das Rad neu erfindet, geht sie doch in relativ kurzen Formaten mehreren Problematiken auf den Grund.

 

Waris Dirie (Waris Diiriye): Desert Flower: The Extraordinary Journey of a Desert Nomad (1998)

Gemeinsam mit Cathleen Miller veröffentlichte das gebürtig somalische Model Dirie ihre Autobiographie über ihre Jugend in Somalia, inklusive ihrer Genitalbeschneidung und deren Folgen. In bewegenden Worten erzählt sie von ihrer Flucht aus dem Land und dem Schicksal, das sie mit vielen Frauen teilt, aber auch von den schönen Momenten ihres Lebens. Dirie war für mehrere Jahre UN-Sonderbotschafterin und hat mittlerweile die Desert Flower Foundation gegründet.

Bilder: Verlag

:Charleena Schweda