Legal gegen AfD und Co. vorgehen
Braunen Paroli bieten
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David und Linus zeigen das Aktionskit: fertig gepackter Turnbeutel mit blauem Sack, gelber Warnweste und Trillerpfeife – Rechte Hetzte fachgerecht entfernen. Foto-Quelle: sat
David und Linus zeigen das Aktionskit: fertig gepackter Turnbeutel mit blauem Sack, gelber Warnweste und Trillerpfeife – Rechte Hetzte fachgerecht entfernen.

Mit etwa 120 bis 130 TeilnehmerInnen war die kostenfreie Aktivenkonferenz der Organisation Aufstehen gegen Rassismus „ein voller Erfolg“, so Anna Müller, Koordinatorin der StammtischkämpferInnenkampagne. Etwa ein Jahr ist das Netzwerk dabei und setzt sich aus verschiedenen Organisationen und Parteien wie die Grünen, Jusos, Attac, Naturfreunde, DIE LINKE, interventionistische Linke, die IG-Metall, DGB-Jugend, ver.di und der Zentralrat der Muslime sowie Einzelpersonen zusammen.

Aufklärung über rechte Inhalte der AfD und somit die Enttarnung von einer bürgerlichen Partei hin zu einer rechtspopulistischen Partei ist ein wichtiges Ziel des Netzwerkes Aufstehen gegen Rassismus. Am Beispiel von vier VertreterInnen wurde verdeutlicht, warum AfD keine Alternative sein kann. In der Podiumsdiskussion vertrat Yilmaz Gültekin, Linke-Ratsherr Essen-Steele, die Gruppe der MigrantInnen, und Yasmine Souhil, Islamischer Studierendenbund Campus Essen, die Gruppe der Muslime und Musliminnen in Deutschland. Marion Wegscheider von lisa NRW stellte die antifeministischen Ansichten der AfD vor und Holger Vermeer, IG Bau, die Perspektive aus den Gewerkschaften.

Ziel: Aktiv werden!

In den Workshops wurden Themen wie die Geschichte und das Gesellschaftsbild der AfD, Antifeminismus, antimuslimischem Rassismus und Antisemitismus in der AfD besprochen. Es gab außerdem Aktionsworkshops. Beim AdBusting etwa, wurde das Umgestalten von Wahlplakaten – in der gesetzlichen Grauzone – demonstriert. Auch Aktionen gegen AfD-Infostände als Einzelperson, wie mit dem Aktionskit oder in Gruppen organisiert, wurden mit Beispielen gezeigt. Das weitaus größere Ziel ist nach der Aufklärung, selbst aktiv zu werden und sich weiter zu vernetzen – also im besten Fall StammtischkämpferIn zu werden. Dazu kann auf der Webseite geschaut werden, ob in nächster Zeit und Umgebung eine StammtischkämpferInnen-Ausbildung stattfindet. Auch die Vermittlung von HelferInnen bei Aktionen gegen AfD-Infostände erfolgt über das Netzwerk. Aktiv werden war  nie so einfach. Für mehr Informationen:

www.aufstehen-gegen-rassismus.de

:Sarah Tsah

 

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