Kommentar: Sei auch in Bochum gerüstet gegen Gewalt!
Box Dich durch!
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Keine Gnade für Angst. Ich setze mich durch. Foto: kac
Keine Gnade für Angst. Ich setze mich durch.

Anfang des Jahres war in Bochum eine Bande von vier Jugendlichen unterwegs, die mit einer Gaspistole Raubüberfälle begangen haben. Durch aufmerksame ZeugInnen ist es der Polizei gelungen, die jungen Männer festzunehmen.

Die höchste Kriminalitätsrate Deutschlands haben Städte wie Frankfurt am Main, Berlin oder Köln. Aber auch unser Ruhrgebiet ist kein unbeschriebenes Blatt.

In einem Ranking der gefährlichsten Städte Deutschlands ist Dortmund auf Platz sechs. Das Ranking wurde vom Bundeskriminalamt vorgestellt und geht aus den in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) erfassten Straftaten hervor.

Wie das genannte Beispiel zeigt, gibt es auch in Bochum Überfälle und Gewalttaten – in der Verbrechensstatistik für das Ruhrgebiet steht Bochum an vierter Stelle.

Laut Angaben vom Weißen Ring, einer Organisation, die Opfern von Verbrechen hilft, kommt es in Bochum immer häufiger zu bewaffneten Überfällen. Obwohl im Allgemeinen die Gewalttaten in den letzten zehn Jahren in Bochum um 6,9 Prozent zurückgegangen seien, sind Waffen jetzt „in Mode“.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Selbst auf dem Campus ist es nicht sicher. Die Sicherheitskräfte haben schon häufiger berichtet, dass sich Personen gewaltbereit zeigen. Es ist nur empfehlenswert, beim Verlassen der Uni-Bibliothek bei Nacht nicht alleine zu sein. Auch wenn Ihr ein Pfefferspray bei Euch habt, bedenkt bitte, dass die Meisten von Euch nicht ausgebildet sind, diese Verteidigungsmittel auch zu benutzen, und Ihr Euch schnell selber Schaden zufügen könnt. Kaum weht der Wind falsch und Ihr habt das Zeug im Auge.

Ein Selbstverteidigungskurs ist deutlich gesünder für den Menschen. Der nämlich gibt einem Mut, aber keinen Übermut. Denn es wäre völlig verkehrt, jetzt nur ängstlich zu Hause zu sitzen – auch wenn Angst normal ist, denn die hat jedeR. Aber wichtig ist, dass die Angst Dich nicht beherrscht.

Meine Tipps

1. Steh zum Beispiel alleine an der Haltestelle nicht in einer Ecke; Ecken bieten weniger Überblick über die Umgebung und man kann man bei Gefahr schlechter fliehen.

2. Meide menschenleere Wege, vor allem bei Dunkelheit.

3. Ruf bei Überfällen immer um Hilfe. Sprich Menschen direkt an und bitte sie, zu helfen oder Hilfe zu holen.

Also Kopf hoch, Schultern nach hinten und box Dich durch.