Kommentar: „Pille danach“: Kein harmloses Medikament
Bedenken zum rezeptfreien Erwerb
Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) warnt vor den Nebenwirkungen und negativen Folgen beim rezeptfreien Erwerb der „Pille danach“. Seit über einem Jahr kann das Medikament ohne  Arztbesuch in Apotheken käuflich erworben werden. Man sollte jedoch auch die positiven Seiten des unkomplizierten Kaufs nicht aus den Augen verlieren.
 
Laut Huml warnt der Berufsverband der Frauenärzte Deutschlands  erneut vor einer nicht ausreichenden Beratung in den Apotheken, dabei lassen bundesweite Erhebungen auf stark gestiegene Verkaufszahlen schließen: Seit Sommer 2015 liegt der Absatz bei etwa 60.000 Einheiten im Monat.
Laut der „Süddeutschen Zeitung“ sollen Ärzte beobachtet haben, dass Mütter die Pille danach kaufen, um es für ihre jugendlichen Töchter vorrätig zu haben. Nebenwirkungen wie Übelkeit und Blutungen bis hin zu Zyklusstörungen können bei jung und älter auftreten. Sei eine Frau bereits unbemerkt schwanger, so sei auch die Einnahme der Pille danach ein Risiko für das Kind im Leib. 

 Höheres Schwangerschaftsrisiko?

Ich finde es wichtig, verantwortungsvoll mit der Pille danach umzugehen. Natürlich sollten junge Frauen bezüglich negativer Folgen dieses Medikaments beraten werden, doch sollte man nicht außer Acht lassen, dass die Einnahme schnellstmöglich nach dem Koitus geschehen muss. Je länger frau wartet, desto höher wird das Risiko, dass die Pille versagt und sie schwanger wird. 
Passiert das Ungeschick mitten in der Nacht, dann bleibt nur die Notaufnahme oder der Gynäkologe am Morgen danach. Wartezeiten sind bei beiden vorprogrammiert, daher ist es umso effektiver, einfach zur nächsten offenen Apotheke zu fahren und sich das Medikament zu kaufen.
Letztendlich kann die Pille danach ungewollten Schwangerschaften vorbeugen, denn Kinder sollten von beiden Elternteilen geplant werden. Reißt das Präservativ, ist dieses Notfallverhütungsmittel eine humane Alternative zur Abtreibung.
 
:Katharina Cygan