Neue Ausstellung im Blue Square blickt hinter die Kulissen wissenschaftlicher Arbeit
Auf der Suche nach Lösungen
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Zum Trinken, Duften oder Freikratzen von Autoscheiben: Viele Produkte unseres täglichen Lebens basieren auf chemischen Lösungen. Foto: bk
Zum Trinken, Duften oder Freikratzen von Autoscheiben: Viele Produkte unseres täglichen Lebens basieren auf chemischen Lösungen.

Chemische Lösungen sind überall – in Form von Cola oder Kaffee zum Beispiel bringen sie viele von uns durch den Uni-Alltag. Natürlich geht die Forschung weit über studentischen Getränkekonsum hinaus – das beweist die Ausstellung „Völlig losgelöst“ des Exzellenzclusters RESOLV, die am vergangenen Freitag im Blue Square eröffnet wurde.

„Forschung ist ein bisschen wie Rätselraten für Erwachsene.“ Mit diesem Satz begrüßt RESOLV-Koordinatorin Martina Havenith das Publikum gleich am Eingang des Ausstellungsraums in einem Video. Die Professorin für Physikalische Chemie bringt damit auf den Punkt, was im Namen des Exzellenzclusters steckt: RESOLV steht für „Ruhr Explores Solvation“, für das Ausprobieren neuer Ideen. „Wir formulieren wilde Theorien und probieren dann einfach Neues aus“, heißt es im Einführungsvideo weiter.

Unendliche Möglichkeiten

Der chemische Begriff „Lösung“ beschreibt ein Gemisch aus mindestens zwei Stoffen: Einer davon ist in der Regel fest oder flüssig und fungiert als Lösungsmittel für andere Stoffe, die mit diesem zu einer homogenen Masse verschmelzen. Führt man sich nun noch vor Augen, dass in einem solchen Gemisch dann wiederum andere Stoffe gelöst werden können, lässt das ungefähr erahnen, wie groß die Möglichkeiten zur Erforschung verschiedener Mischungen sind.

Sechs Forschungsgruppen aus dem Exzellenzcluster RESOLV stellen  auf teilweise interaktiven Schautafeln ihre Projekte  im Blue Square vor. Eine Gruppe von WissenschaftlerInnen beschäftigt sich etwa mit der Frage, ob eine chemische Lösung möglicherweise verhindern könnte, dass sich kleine Pflanzen und Tiere auf Schiffsrümpfen ansiedeln. Wird ein Schiff nämlich zu stark vom sogenannten „Biofouling“ befallen, verbraucht es aufgrund des zusätzlichen Gewichtes mehr Treibstoff.  

Noch bis zum 14. Februar kann die Ausstellung „Völlig losgelöst“ im Blue Square besucht werden. Sie ist ganztägig geöffnet und der Eintritt ist frei. Jeden Samstag und Sonntag dürfen sich die BesucherInnen zudem an eigenen Experimenten versuchen.

:Birthe Kolb

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