Mensapreis-Debatte: Akafö-Entscheidung instransparent
AStA will Billiggericht

Der Preissprung in der Mensa (die :bsz berichtete mehrfach) lässt auch die StudierendenpolitikerInnen an der RUB nicht kalt. Das Akafö habe „unangekündigt die Preise erhöht“ – so jedenfalls sieht es der AStA-Vorsitzende Martin Wilken (Nawi), der dies vergangenen Mittwoch dem Studierendenparlament (StuPa) gegenüber als „unverschämt“ bezeichnete. „Es kann nicht sein, dass das Essen so teuer ist, dass sich dies Menschen mit kleinem Geldbeutel kaum noch leisten können“, bekräftigte Wilken. Der AStA sei jedoch „nicht tatenlos geblieben“ und habe bereits informelle Gespräche mit dem Akafö hierüber geführt. An der RUB soll ein je nach der aktuellen Lage auf dem Lebensmittelmarkt variierendes preiswertes Gericht angeboten werden. Vorbild ist die Evangelische Fachhochschule (EFH), wo es bis zur Preiserhöhung stets einen kostengünstigen „Tipp des Tages“ gab. Obwohl an der EFH inzwischen die Wiedereinführung eines solchen Angebots durch einen vom dortigen AStA unterstützten Boykott der Akafö-Gastronomiebetriebe erstritten werden konnte, will Wilken weiterhin auf Gespräche setzen. Die Opposition sieht dies anders und gibt Aktionen wie zuletzt am Mittwoch, den 8. Oktober, an dem Essen für einen Soli-Euro vor der Mensa ausgegeben wurde (siehe :bsz 1016).

Zudem stellt sich weiterhin die Frage, wie es sein kann, dass der Akafö-Verwaltungsrat, dem drei studentische Mitglieder angehören, bei der Entscheidungsfindung offensichtlich nicht maßgeblich beteiligt und in einer so zentralen Angelegenheit kein Votum herbeigeführt wurde. Der studentische Verwaltungsratsvorsitzende Simon Gutleben sieht hierin jedenfalls keinen „Bruch der Satzung“ und betrachtet das Gremium weiterhin als wichtig, damit zumindest „das Feedback zu den Entscheidungen ins Akafö eingebracht“ werden kann. Die Tatsache, dass andere studentische Gremien wie AStA und StuPa erst nachträglich von den Preiserhöhungen erfuhren, liege in der Verantwortung der Akafö-Geschäftsführung: So „wurden die konkreten Preiserhöhungen nicht vorab kommuniziert, weil die entsprechenden Zahlen erst relativ kurz vorher feststanden. Die Geschäftsführung trägt natürlich Verantwortung für die kommunikativen Abläufe innerhalb des Unternehmens.“ Als Verwaltungsratsvorsitzender habe er im Rahmen seiner Möglichkeiten versucht, sich persönlich über die verschiedenen Positionen zu informieren und diese „angemessen zu berücksichtigen“.