Der neue Spiele-Hit mit George R.R. Martin
Arise, ye tarnished
Bild: CC0
Symbolbild

Lange habe ich gewartet, doch endlich ist Elden Ring da. Ob die Zusammenarbeit von George R.R. Martin und FromSoftware dem Hype gerecht wurde und wie die Gaming-Welt reagiert, erfahrt Ihr hier!

Wer sich etwas in der Gaming-Welt auskennt, wird sicherlich schon einmal auf den Namen FromSoftware oder Dark Souls gestoßen sein. Bereits 2011 setzte Dark Souls neue Maßstäbe im Genre der Action-RPG´s, die damals noch von dem Riesenerfolg des Konkurrenz-Titels The Elder Scrolls VI: Skyrim überschattet wurden. Rückblickend sieht es heutzutage doch eher ganz anders aus; während Skyrim mit seinen immer wieder neu aufgelegten Versionen zum Gaming-Meme mutierte, entsprang Dark Souls mit dem “Soulslike” ein eigenes Sub-Genre, dass sich großer Beliebtheit unter Spielefreund:innen erfreut. Elden Ring reiht sich nun auch in dieses Sub-Genre ein und das mit großen Erwartungen. '
Der Hype um Elden Ring entstand zunächst als Lead Developer Hidetaka Miyazaki eine Zusammenarbeit mit Fantasy-Autor George R.R. Martin (Das Lied von Eis und Feuer) ankündigte. Episches World-building und Storytelling erhoffte man sich durch diese Zusammenarbeit. Dazu gleich mehr, denn in Elden Ring geht es um viel mehr als das. 
Was Elden Ring so besonders in der FromSoftware Spielereihe macht, ist dass es nun erstmalig das Gameplay von Dark Souls mit einer Open-World a la the Legend of Zelda: Breath of the Wild kombiniert. Wer sich beim Spielen der Souls-Reihe beim Blick in die Ferne erwischte und sich wünschte, diese Orte auch einmal zu bereisen, kann sich sicher sein, dass in Elden Ring diesen Wünschen nachgegangen werden kann. Denn die Spielwelt, die Lands Between, ist riesig und bietet im Gegenzug zu den meisten Open-World Titeln bedeutungsvolle Orte und Sehenswürdigkeiten, bei denen man nicht einfach denkt, okay schon hundertmal gesehen, weiter geht’s. Ganz im Gegenteil. Jede Ecke der Spielwelt bietet ein kleines Abenteuer mit Rätseln, neuen Gegnern und NPC´s die man einfach übersehen hätte, wenn man nicht penibel jeden Winkel absucht.  Ich selbst habe nach 3-maligem Durchspielen noch lange nicht alles gesehen, was die riesige Welt in Elden Ring zu bieten hat. 
Auch wenn sich Elden Ring mit der Open-World deutlich von der Souls-Reihe absetzt, ist es im Kern doch sehr ähnlich. Der notorische Schwierigkeitsgrad, der viele Neulinge abschreckt und auch erneut für Diskussionsstoff in der Gaming-Welt sorgte, lässt sich auch in Elden Ring wiederfinden, auch wenn man viele Änderungen und Spielhilfen implementiert hat, um hier ein wenig gegenzusteuern. Das verwinkelte Level-Design, das schon in Dark Souls Lob einfuhr, ist auch in Elden Ring präsent und sorgt dafür, dass man Stunden in einzelnen Gebieten verbringen kann und immer wieder neue Dinge entdeckt, wo man sie zunächst gar nicht vermutete. Fehlen dürfen die epischen Boss-Kämpfe, an denen man sich die Zähne ausbeißt, und der Soundtrack, der einen atemberaubend in das Spielgeschehen holt, natürlich auch nicht. Nicht zuletzt wird die Geschichte rund um den Elden Ring und der vielen Side-Quests in einer für die Souls-Reihe üblichen kryptischen Erzählweise präsentiert, bei der nicht immer auf den ersten Blick alles so scheint, wie es ist, und man erst durch aufmerksames Lesen der Texte und Dialoge sich zusammenreimen kann, was eigentlich wirklich in der Welt von Elden Ring vor sich geht. 
Elden Ring ist definitiv kein Spiel wie jedes andere. Der knackige Schwierigkeitsgrad und die gewöhnungsbedürftige Erzählweise sollten jedoch nicht davon abhalten, mal reinzuschauen, wenn man sich der Herausforderung gewachsen fühlt. Der Open-World Aspekt bringt frischen Wind in das Genre und hebt die Souls-Reihe auf ein neues Level. Elden Ring bringt alles zusammen, was Souls-Fans an der Reihe mögen und ist ein heißer Kandidat für das Game of the Year 2022, wer sich dazuzählt, sollte es auf jeden Fall spielen, aber auch Neulingen lege ich ans Herz, sich an den vielen Herausforderungen zu probieren, es lohnt sich! 

:Artur Airich

 

 

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