POTTfiction – Abschluss des Theaterfestivals im Westpark
Alles auf Null – um eine bessere Welt zu schaffen!
Foto: tims
POTTfiction im Westpark: Ein Camp der Ideen, der Kreativität und des Zusammenlebens mit einer abwechslungsreichen Abschlussveranstaltung. Foto: tims
POTTfiction im Westpark: Ein Camp der Ideen, der Kreativität und des Zusammenlebens mit einer abwechslungsreichen Abschlussveranstaltung.

In der Woche vom 28. Juni bis 5. Juli verwandelte sich der Westpark in ein einmaliges kreatives Zentrum für junge Kulturinteressierte, die ein ambitioniertes Ziel verfolgten: eine bessere Welt entwerfen! Das gemeinsame Jugendtheaterprojekt endete mit dem großen „Abschluss-Spektakel“, auf dem die Arbeitsergebnisse der verschiedenen Workshops vorgestellt wurden.

Ein Camp, sieben Tage und 100 junge Menschen zwischen 16 und 23 Jahren, die sich auf der Suche nach der Welt von morgen befanden – das war und ist POTTfiction. Das städteübergreifende Jugendtheaterprojekt, das im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 ins Leben gerufen wurde, fand am Samstag seinen Abschluss zwischen den Industrieruinen des Westparks – bei herrlichem Sommerwetter. Die gemeinsame Initiative von sechs freien und städtischen Theatern aus dem Ruhrgebiet (Consol Theater Gelsenkirchen, HELIOS Theater Hamm, Kinder- und Jugendtheater Dortmund, Junges Schauspielhaus Bochum, Theaterhagen und Theaterkohlenpott Herne) wurde durch Bettina Milz, Theaterreferentin im NRW-Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport 2009 im Vorfeld des Kulturhauptstadtjahrs ins Leben gerufen und fand nach der Premiere in Gelsenkirchen in diesem Jahr zum siebten Mal statt.

Lagerfeuer, Poolspaß … aber „vor allem viel Arbeit“…

… stecke hinter dem Projekt, sagt Maxim Braun, der seit der Premiere 2009 dabei ist – ein Gründungskind quasi.  Die Bedingungen waren außergewöhnlich gut – fast schon zu heiß, um die fünf Workshops zu einem Endprodukt zusammenzufügen. Die TeilnehmerInnen konnten sich zwischen „Musik“, „Maskentheater“, „Physical Theatre“, „Street Art“ und „Tanz“ entscheiden. Am Ende wurde hart gearbeitet und „innerhalb von drei Tagen“ eine komplette Abschlussveranstaltung auf die Beine gestellt, lobte Bettina Milz noch einmal alle POTTfictionistInnen. Da durften diese zwischendurch auch einfach in den Camp-Pool springen, um sich von der Arbeit zu erholen. Die Abende endeten dann mit Musik und Tanz vor dem Lagerfeuer – echte Camp-Stimmung auf POTTfiction.

Das große Abschluss-Spektakel

Die Abschlussveranstaltung stand ganz im Zeichen des POTTfiction-Mottos „Alles auf Null“. Wie kann die Welt verbessert werden? Was können die Menschen machen, um etwas zu verändern oder ist es dafür bereits zu spät? All diese Fragen wurden im großen Abschluss-Spektakel in Form von Tanz- und Theaterperformances aufgegriffen – und die ZuschauerInnen durften nicht einfach auf ihren Stühlen sitzen bleiben, sondern wurden durch die verschiedenen Kulissen des Bochumer Westparks geführt. Zwischen Angst und Vertrauen, Chance und Hindernis spielten die KünstlerInnen alle Szenarien durch. Am Ende luden die Teilnehmenden des Workshops „Musik“ zum Abschlusskonzert im Pumpenhaus ein und sangen: „Die Welt steht dir offen!“ Alles auf Null – um eine bessere Welt zu schaffen!

:Tim Schwermer