All day everyday! Doch besonders am 20. September.
Alle zusammen und überall!
Bild: fufu

Globaler Klimastreik. In Bochum gingen am 20. September gut 8.000 Menschen auf die Straße. Anlass war der Tag des globalen Klimastreiks. Doch wie war es so an anderen Orten der Welt?

Während sich in Bochum am 20. September ab 11:45 Uhr am Dr.-Ruer Platz die Massen versammelt haben, tat man selbiges nahezu überall auf der Welt. Allein in Deutschland wurden an diesem Tag 575 Streiks geplant. Fridays For Future twitterten, dass bundesweit 1,4 Millionen Menschen auf die Straße gingen. Alles ganz in gemeinsamer Solidarität. In NRW wurde in rund 100 Städten gestreikt. In Witten betrug die offizielle Zahl der Polizei 1.500 Menschen, in Mülheim streikten mehr als 600 Demonstrant*innen, in Gelsenkirchen mehr als 500. In Düsseldorf konnte man sogar einen Ansturm von 20.000 Streikenden feststellen, in Bielefeld 12.000. In Bochum waren 8.000 Demonstrierende dabei, obwohl man anfangs nur von 2.000 ausgegangen ist. Da musste spontan noch der*die ein oder andere Helfer*in als Ordner*in einspringen, damit der Protestzug losziehen durfte. Doch es ließen sich schnell Personen finden, die aushelfen konnten.
Mancherorts wurde das Engagement der Leute sogar noch deutlicher unterschätzt, so wie in Essen. Hier rechneten die Veranstalter*innen mit 600 Demonstrierenden, hatten es am Tag des Streiks dann aber mit 6.000 zu tun. Die Polizei geht dabei sogar von mehr als 6.000 Menschen aus. Allerdings verlief die Demonstration auch hier ruhig, die Route der Demo in Essen musste nur angepasst werden, da nicht an allen Orten wie geplant Reden gehalten werden konnten, da die Plätze von dem großen Ansturm teilweise überlastet waren.
Doch es gibt vermutlich wenig friedlichere Demos. Angeführt von den Schüler*innen, wird nicht nur aufeinander geachtet, sondern auch darauf, dass kein Müll liegen bleibt. Da bringen es selbst alteingesessene Raucher*innen kaum übers Herz, die Kippenstummel auf den Boden zu schmeißen.
Denn dies war beispielsweise anders am globalen Klimastreik, als noch bei vorherigen Fridays For Future-Aktionen. Diesmal wurde an alle Generationen appelliert zu demonstrieren, egal ob Schüler*in oder nicht.

Weltweit waren am Klimastreiktag Proteste in mehr als 2.000 Städten beziehungsweise in 129 Staaten angekündigt. Bundesweit konnte auch abseits des Ruhrgebiets eine sehr gute Bilanz gezogen werden. In Hamburg waren es 70.000, in München 40.000, Bremen 30.000 und selbst im vergleichsweise kleinen Münster waren es 20.000, die sich für den Klimaschutz einsetzten.

:Christian Feras Kaddoura