Studierendenwerk zieht positive Bilanz aus 2013 – Doppeljahrgang gemeistert, viel geleistet
Akafö ist zufrieden mit eigener Arbeit
Grafik: :bsz
Finanzen aufgedeckt: Das Akafö 2013 in Zahlen. Grafik: :bsz
Finanzen aufgedeckt: Das Akafö 2013 in Zahlen.

Das Akademische Förderungswerk (Akafö) hat Ende Juli seinen Geschäftsbericht für das Jahr 2013 veröffentlicht. Das Jahr stand ganz im Zeichen des doppelten Abiturjahrgangs, auf dessen „Ansturm“ laut Akafö-Geschäftsführer Jörg Lüken die einzelnen Bereiche des Studierendenwerks gut vorbereitet waren. Neben einem umfassenden Überblick über die vielfältige Arbeit des Unternehmens offenbart der Bericht aber auch: Das Essen an der Uni wird teurer.

Das Schlimmste vorweg: In dem Bericht ist die Rede von „Preisanpassungen im Gastronomiebereich“, um vor allem die gestiegenen Personalkosten zu kompensieren. Die Preiserhöhung an den Mensen und Cafeterien der sieben vom Akafö betreuten Hochschulen kommt bereits zum 1. September, verriet Akafö-Pressesprecher Ralf Weber der :bsz. Über genaue Beträge konnte er nichts Bestimmtes sagen, da die letzte Preisanpassung laut Weber etwa vier Jahre zurückliegt, wird sie sich im Portmonee der Studierenden bemerkbar machen.

Wohnraum ist knapp – Zuschüsse vom Land gefordert

Im vergangenen Jahr hat das Akafö die seit 2010 laufenden Wohnheim-Sanierungen abgeschlossen. Damit bietet das Akafö mehr als 4.000 Wohnheimplätze im Ruhrgebiet an – immer noch viel zu wenig: Von über 4.800 BewerberInnen konnten nur knapp 1.800 neu in ein Wohnheim einziehen. Deshalb fordert der Dachverband der Studierendenwerke, das Deutsche Studentenwerk (DSW), bis 2020 5.000 zusätzliche Wohnheimplätze in NRW, die vom Land gefördert werden sollen. Unter anderem soll dies mit den 279 Millionen Euro ermöglicht werden, die das Land dadurch einspart, dass ab 2015 das Bafög nicht von den Bundesländern, sondern vom Bund finanziert wird.

Der doppelte Abiturjahrgang machte sich nicht nur in der Wohnheimsituation bemerkbar. Die Erstiflut führte nicht unbedingt dazu, dass Bafög-EmpfängerInnen dem ohnehin unbeliebten Bafög-Amt wohlgesonnener gegenüberstehen. Aufgrund der schleppenden Bearbeitung der Anträge und schlechten Erreichbarkeit der Bafög-SachbearbeiterInnen wird das Akafö auf Facebook als Dienstleister schlecht bewertet. Dabei wird oft übersehen, dass das Studierendenwerk auf anderen Gebieten viel leistet.

Gutes Essen und mehr für immer mehr (wissens-)hungrige Mäuler

Gut auf das Mehr an Studierenden vorbereitet waren etwa die gastronomischen Betriebe. Annika, Romanistikstudentin an der RUB, stellt ein hervorragendes Zeugnis aus: „Die Cafete und auch die Mensa sind nicht zu überfüllt und man findet immer gut einen Platz. Das gesamte Personal ist stets freundlich und hilfsbereit, so wie in den Jahren vor dem Doppeljahrgang. Alles in allem eine super Organisation mit einer angenehmen Atmosphäre.“

Von offizieller Seite bekam das Akafö ebenfalls Lob für seine Arbeit: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) verlieh dem Akafö im Juli 2013 das Job&fit-Zertifikat für ein Speisenangebot, das den „modernsten Erkenntnissen der Ernährungswissenschaft entspricht“. Akafö-Gastronomiechef Ezzedine Zerria sieht dies als Ansporn: „Es verpflichtet uns, weiterhin in dieser Richtung zu arbeiten.

Nicht selbstverständlich ist, dass ein Studierendenwerk ein Kulturbüro unterhält, das die (studentische) Campuskultur fördert. 2013 organisierte boskop, das Kulturbüro des Akafö, 130 Veranstaltungen und Kurse zwischen acht WorkshopteilnehmerInnen und 3.000 ZuschauerInnen bei Bochum Total oder dem Campusfest.

Autor(in):