Großfeuer im Bergmannsheil: zwei Tote und 16 Verletzte
Absichtlich gelegter Brand
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Der Brand im Bergmannsheil: Bis jetzt hat der mutmaßliche Selbstmord einer Patientin zwei Tote gefordert. Foto: alx
Der Brand im Bergmannsheil: Bis jetzt hat der mutmaßliche Selbstmord einer Patientin zwei Tote gefordert.

In der Nacht auf den 30. September ist im Universitätsklinikum Bergmannsheil ein Feuer ausgebrochen. Zwei Menschen starben und 16 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. 126 Personen konnten aus dem Gebäude evakuiert werden. Insgesamt waren über 565 Einsatzkräfte vor Ort. Der genaue Brandhergang wird noch geprüft, die Ursache ist aber wahrscheinlich geklärt. Die Polizei sperrte den Unfallort und die Nebenstraßen weitläufig. 

Das Feuer ist im Zimmer einer 69-jährigen Patientin aus Hagen im sechsten Stock des Krankenhauses ausgebrochen. Es ist noch unklar, ob die Frau dabei Selbstmord begehen wollte. Das Feuer breitete sich in kurzer Zeit nach oben in die siebte und achte Etage aus.  Das andere Opfer ist ein 41-jähriger Patient aus Marl, der im Nebenzimmer lag. Die polizeilichen Ermittlungen laufen weiter und sollen im Laufe der Woche abgeschlossen sein. Aufgrund des abfließenden Löschwassers ist die Küche des Bergmannsheils aktuell nicht mehr nutzbar und wird von den umliegenden Krankenhäusern mit Essen versorgt.

Dank an die HelferInnen

„Wir sind zutiefst betroffen“, sagte Bergmannsheil-Geschäftsführer Ralf Wenzel und fügte hinzu: „Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen und Angehörigen und wir danken der Stadt Bochum und den Rettungskräften für ihren Einsatz“.  Diese haben nach knapp 24 Stunden im Dauereinsatz ihre Arbeit erfolgreich beendet. Auch Thomas Eiskirch, Bochums Oberbürgermeister, war sichtlich bedrückt, als er sich auf der Pressekonferenz zu dem Unglück im Universitätsklinikum äußerte und lobte die Arbeit der HelferInnen: „Auch dieser unglaubliche Einsatz hat Schlimmeres verhindert.“ Neben dem Lokalpolitiker waren auch Innenminister Ralf Jäger,  Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und Gesundheitsminsterin Barbara Steffens vor Ort.

Gastautor :Tim Schwermer