Study EU
Ab ins Ausland
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Es gibt viele Wege: Das Studium innerhalb der EU ist kein Ding der Unmöglichkeit. Bild:fufu
Es gibt viele Wege: Das Studium innerhalb der EU ist kein Ding der Unmöglichkeit.

Stipendien. Neben ERASMUS gibt es noch andere Wege, innerhalb der Europäischen Union zu studieren sowie natürlich auch außerhalb der EU. Da wir uns innerhalb dieser :bsz-Ausgabe allerdings auf Europa konzentrieren, möchten wir Euch ein paar Programme und Stipendien für Studienziele innerhalb der EU aufzeigen.

Die in diesem Zusammenhang wohl bekannteste und größte Organisation zur Förderung von Auslandsaufenthalten ist der DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst). Der DAAD vergibt Jahresstipendien für Studierende aller Fachrichtungen. Dabei werden jedoch hohe Anforderungen an die Studierenden gestellt, weshalb die Hürden für diese Unterstützung nicht immer ganz leicht zu bewältigen sind. Bei einer Unterstützung gibt es dann finanzielle Hilfe bei Studiengebühren, Reisekostenzuschuss, Versicherungszuschuss sowie einen Zuschuss zu den monatlichen Lebenshaltungskosten. Eine Unterstützung durch den DAAD greift in allen Weltregionen, folglich auch bei Wunschzielen innerhalb der EU. Die Bewerbungsfristen sind dabei unterschiedlich und vom Zielland abhängig. Es können auch Auslandspraktika über Förderprogramme des DAAD mitgetragen werden. 

Ebenso gibt es in Verbindung zu jeder großen deutschen Partei eine Stiftung, über die sich Auslandsaufenthalte finanzieren lassen. Dabei ist natürlich vorausgesetzt, dass sich die Bewerber*innen mit den politischen Themen und Inhalten der Stiftung identifizieren: Die Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD), Heinrich-Böll-Stiftung (Bündnis 90/Die Grünen), Friedrich-Naumann-Stiftung (FDP), Rosa-Luxemburg-Stiftung (Die Linke) haben eine Förderhöchstdauer von bis zu zwölf Monaten, die Konrad Adenauer Stiftung (CDU) von bis zu zwei Auslandssemestern. Bei allen Stiftungen werden überdurchschnittliche oder fachlich überzeugende Leistungen vorausgesetzt. Neben finanzieller Unterstützung bietet das Austauschprogramm „Metropolen in Osteuropa“ (initiiert von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung sowie der Studienstiftung des deutschen Volkes)  eine Förderung durch Sprachkurse und Ansprechpartner*innen vor Ort. Zusätzlich zu überdurchschnittlichen Studienleistungen wird hier von den Bewerber*innen ein großes Interesse am Gastland erwartet und Wert auf Engagement jenseits der Uni, etwa im Ehrenamt, gelegt.

Die Schwarzkopf-Stiftung vergibt darüber hinaus jährlich circa 80 Reisestipendien für junge Menschen in und durch Europa. Dabei liegt der Fokus vor allem auf der politischen Bildung, der Völkerverständigung und der „Stärkung des europäischen Gedankens“. Die Stipendiat*innen planen eine drei bis sechs Wochen lange Reise dabei selbständig, verpflichten sich jedoch im Zeitraum von drei Monaten nach ihrer Reise einen ausführlichen Reisebericht über ihre Erkenntnisse und Erfahrungen zu verfassen. Die Förderbeträge belaufen sich dabei auf insgesamt 600 Euro für die Reise. Des Weiteren gibt es Formen von Auslands-BAföG die unabhängig von den Studienleistungen beantragt werden können. Hier haben selbst Studierende, die kein Inland-BAföG beziehen die Möglichkeit, finanziell unterstützt zu werden. Dabei werden fachbezogene Studienaufenthalte, ganze Studiengänge, sowie Pflichtpraktika im Ausland gefördert. Das Bildungsministerium empfiehlt in diesem Fall jedoch mindestens ein halbes Jahr Vorlaufzeit. Bei diesem Verfahren sind nicht die BAföG-Ämter, sondern abhängig von der Zielregion, verschiedene Behörden zuständig.

:Christian Feras Kaddoura