Architekturwettbewerb für „Haus des Wissens“
90 Millionen Euro schweres Bauvorhaben bekommt ein Gesicht
Bild: Stadt Bochum
Haus des Wissens: Lebenslanges gemeinsames Lernen soll hier erfahrbar und möglich gemacht werden. Bild: Stadt Bochum
Haus des Wissens: Lebenslanges gemeinsames Lernen soll hier erfahrbar und möglich gemacht werden.

Stadt Bochum. Die Fachjury des Projekts „Haus des Wissens“ hat sich vergangenen Freitag für den Entwurf von CROSS Architektur aus Aachen entschieden.

„Wissen – Wandel – Wir-Gefühl“. Das ist die Formel für das neue Bauprojekt der Innenstadt, dem die Stadt Bochum in der vergangenen Woche einen gewaltigen Schritt nähergekommen ist. Das alte Postgebäude, auch Telekomblock genannt, gegenüber des Rathauses soll zum Herzen der Stadt umgestaltet werden. Eine neue Markthalle, die Volkshochschule, Univercity und die Stadtbibliothek sollen durch ein offenes Konzept in dem Gebäude zusammenfinden. Wie soll so ein Gebäude aussehen? Durch die Höhe des Bauvorhabens von geschätzten 90 Millionen Euro realisierte die Stadt Bochum einen EU-weiten Architekt*innenwettbewerb der sich an den Leitideen der Verknüpfung, Gesellschaftsbildung und permanenten Wandel orientieren sollte. 15 der kreativen und außergewöhnlichen Entwürfe und Modelle der Architekturbüros wurden am 5. Dezember, einen Tag bevor die Entscheidung fiel, im Rathaus öffentlich ausgestellt. Bürger und Bürgerinnen der Stadt hatten hier die Möglichkeit die verschiedenen Projektentwürfe zu sichten und ihre Einschätzungen in Feedbackboxen zu hinterlassen oder gleich mit dem Projektteam rund um den Verwaltungsvorstand ins Gespräch zu gehen. Die Besucher*innen des Bürgerdialogs standen dem Bauprojekt sehr positiv gegenüber. Georg Puhle freue sich über einen besseren Austausch zwischen Stadt und Universität und wünsche sich, dass die Fassade des Gebäudes erhalten bliebe. Ralf Meyer, Geschäftsführer der Wirtschaft Entwicklungsgesellschaft und Teil der Jury teilte uns mit, dass die Vollendung des Bauvorhabens zwischen 2024 und 2025 liege.

Die Fachjury bestehend aus freien Architekt*innen, Stadtplaner*innen, externen Berater*innen und Vertreter*innen der Stadt Bochum entschied sich anschließend für den Entwurf von CROSS Architektur. Der Entwurf beinhaltet einen Anbau im Innenhof, dessen Dach begehbar sein soll und somit mehr öffentlicher Raum entstehen kann. Alle Wettbewerbsbeiträge, unter anderem auch der Gewinnerentwurf sind vom 10. bis zum 20. Dezember im technischen Rathaus einsehbar.

:Meike Vitzthum