Deutschlandstipendien nun auch für Geflüchtete mit Bleibeperspektive
300 Euro sind ein Anfang
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An der RUB willkommen und bald auch gefördert: Studien­interessierte Geflüchtete bekommen Chance auf ein Stipendium. Foto: RUB
An der RUB willkommen und bald auch gefördert: Studien­interessierte Geflüchtete bekommen Chance auf ein Stipendium.
Die Probleme geflüchteter Menschen sind vielfältig. Zukunftsängste gehören auch dazu. Einige von ihnen dürfen sich bald über mehr Sicherheit und eine berufliche Perspektive freuen. Zusammen mit der Evonik-Stiftung werden an der RUB nun elf Deutschlandstipendien an Geflüchtete vergeben. 
 
„Das ist für uns auch Neuland“, sagt Anja Zorob. Sie leitet das Projekt „Uni ohne Grenzen“ und versucht, die gesamte Flüchtlingshilfe an der RUB zu bündeln. Sie weiß, dass in den Deutschkursen zahlreiche Geflüchtete sitzen, die ein in ihrer Heimat aufgenommenes Studium oft nicht beenden konnten. Nun beginnen die Bewerbungsfristen und die Hoffnung auf finanzielle Unterstützung. 
 
Die Antragstellung sei so einfach wie möglich gestaltet, mit Checklisten und in unterschiedlichen Sprachen. „Jeder mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann sich bewerben“, erklärt Zorob. Auch wenn klar ist, dass Geflüchtete oft nur sporadisch Dokumente aufzeigen können, „einen Nachweis darüber, dass der Bewerber überhaupt in Deutschland studieren darf, brauchen wir schon“, sagt Michaela Wurm vom Studierendenmarketing.

Patenprogramm und Antragshilfe

Eine lange Zusammenarbeit verbindet die RUB bereits mit der Evonik-Stiftung, erklärt Wurm weiter. Oft sei das Thema studieninteressierter Geflüchtete zur Sprache gekommen. „Die Stiftung hat nun festgelegt, Studierende aus den Bereichen Ingenieurs-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften zu fördern“, sagt sie. Es sei egal, ob die Fortführung eines begonnen Bachelorstudiums, ein Master- oder Erststudium angestrebt werden. Wichtig sei, dass der/die BewerberIn eine Bleibeperspektive hat. 
 
Auch wenn die zugesagten 300 Euro sicherlich nicht für die Deckung des gesamten Lebensunterhaltes reichen, sei dies schonmal ein Anfang, findet Zorob. Außerdem werden Lernmaterialien und Sozialbeitrag ebenfalls von der Stiftung gedeckt. So entsteht eben Hoffnung. 

INFO:BOX

Auf rub.de/uni-ohne-grenzen/stipendium können die Bewerbungsunterlagen heruntergeladen werden. Hilfe bei der Antragsstellung gibt es bei Projektleiterin Dr. Anja Zorob. 
Telefon: 0234 32 28187
 
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