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Euer Studi-Ausweis ist gleichzeitig das Ticket für den Öffentlichen Personennahverkehr im gesamten Bereich des VRR (Verkehrsverbund Rhein-Ruhr). Es ermöglicht Euch die kostenlose Reise zwischen Kamen und Düsseldorf, von Haltern bis nach Grevenbroich oder vom Bahnhof an die Uni. An Wochentagen nach 19.00 Uhr und an den Wochenenden ist es zudem möglich, eine weitere Person mit dem Ticket mitzunehmen. Da wohl die meisten Studierenden vorwiegend in den Bussen und Bahnen der Bogestra (Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen-AG) unterwegs sind, sollte an dieser Stelle auf eine Besonderheit hingewiesen werden: Aufgrund eines Projektes zur Steigerung der Kundenzufriedenheit (und zur Senkung der Arbeitslosenstatistik) ist noch mindestens bis November eine kontrollfreie Fahrt in den Fahrzeugen der Bogestra nahezu unmöglich. Solltet Ihr also bedauernswerte semesterticketlose ZeitgenossInnen umsonst mitnehmen wollen, haltet Euch tunlichst an die Vorgaben. Essen, Trinken und lautes Musikhören sind übrigens ebenfalls verboten. Abgesehen von der lästigen Kontrollneurose ist aber die Nutzung der Linien von Bogestra und VRR eine gute Möglichkeit, das ganze Ruhrgebiet autofrei zu bereisen. Das gilt auf vielen Linien selbst nachts: Vor allem die U35 und der „Ruhrpottexpress“ S1 verkehren auch in der Woche vergleichsweise lange, am Wochenende bieten diese Linien und eine Vielzahl an Nachtbussen auch städteübergreifend die Chance, die ganze Nacht einen Weg nach Hause zu finden – außer Ihr habt Euch entschieden, in die Randbezirke von Wattenscheid-Eppendorf zu ziehen, wovor hier im Namen der gesamten Redaktion ausdrücklich gewarnt werden soll. Solltet Ihr Eures Studierendenausweises verlustig gehen, könnt Ihr Euch übrigens als Ersatz eine Studienbescheinigung ausdrucken, diese in der Verwaltung mit einem VRR-Aufdruck versehen lassen und in Verbindung mit Eurem Personalausweis als Ticket benutzen. Â

Nach zähen Verhandlungen, an denen der AStA der RUB maßgeblich beteiligt war, ist für die Studierenden der RUB inzwischen auch ein landesweites Ticket im Semesterbeitrag enthalten. Mit diesem NRW-Semesterticket könnt Ihr in allen Regionalexpressen, Regionalbahnen und S-Bahnen sowie in den Bussen und Bahnen aller Verkehrsverbünde des Landes kostenlos fahren. Um diese neuen Möglichkeiten zu nutzen, müsst Ihr das Ticket allerdings erst via RUBICON ausdrucken, zum Beispiel an den „Terminals“ im Verwaltungsgebäude. Das Ticket ist in seiner Formatierung gelinde gesagt etwas unpraktisch, zumal es nicht oder zumindest nur sehr eingeschränkt geknickt werden darf – die strichcode Scanflächen müssen glatt bleiben. Zudem gilt es nur in Verbindung mit dem normalen Studierendenausweis und einem amtlichen Lichtbildausweis. Eine Personenmitnahme wie im VRR ist leider nicht möglich. Dafür kann der/die stolze BesitzerIn des NRW-Tickets nicht nur im ganzen Bundesland, sondern sogar auf ausgewählten Linien in den umliegenden Ländern nach Herzenslust verkehren. So hegt das niedersächsische Osnabrück offenbar den Wunsch nach NRW-Zugehörigkeit und hat sowohl die Reise in die Stadt als auch den Personennahverkehr im gesamten Stadtgebiet fürs NRW-Ticket freigegeben. Auch die Strecken von Geilhausen nach Ingelbach in Rheinland-Pfalz und von Bad Laasphe nach Biedenkopf in Hessen können von RUB-Studierenden umsonst genutzt werden, um hier nur einige Highlights zu nennen. Extra für chronisch mittellose KiffertouristInnen wurde die Fahrt nach Enschede freigegeben. Eine vollständige Liste der Strecken außerhalb NRWs und weitere Infos zum Beispiel über die Tücken bei der Fahrradmitnahme erhaltet Ihr am Besten beim Referat für Umwelt, Frieden und Verkehr des AStA. Fahrplanauskünfte und dergleichen mehr bekommt man zum Beispiel auf der Homepage des VRR (www.vrr.de). Die bsz wünscht allen neuen und natürlich auch den alten Studierenden eine gute Fahrt!

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