100 Jahre Erster Weltkrieg - Bilder, Briefe, Erinnerungen

Europeana 1914-1918 auch in Bochum

Zum hundertsten Jahrestag des Kriegsausbruches 1914 sammelt das Crowdsourcing-Projekt Europeana 1914-1918 in ganz Europa private Erinnerungsstücke und macht diese in einem digitalen Archiv öffentlich zugänglich. Jetzt soll diese Sammlung auch durch Beiträge aus Nordrhein-Westfalen und Bremen ergänzt werden. An dem Aktionstag in Bochum sind Interessierte herzlich eingeladen, auch eigene Erinnerungsstücke zum Online-Projekt beizutragen.

Europeana 1914-1918 veranstaltete seit 2011 über 30 Aktionstage in Europa, darunter in England, Deutschland, Luxemburg, Irland, Slowenien, Dänemark, Belgien, Zypern, Italien und Rumänien. Bis 2014 entsteht so ein einzigartiges virtuelles Archiv mit Erinnerungsstücken aus der Zeit des Ersten Weltkriegs. Die Aktionstage bieten allen die Möglichkeit, sich mit Fotos, Briefen, Feldpostkarten, Tagebüchern, Filmen, Tonaufnahmen oder Alltagsobjekten und deren Geschichten aus der Kriegszeit an Europeana 1914-1918 zu beteiligen. Die Objekte werden vor Ort auf professionelle Weise digitalisiert und mit den dazugehörigen Angaben dem Online-Archiv hinzugefügt.


Ziel von Europeana 1914-1918 ist es, sowohl die gemeinsame als auch die besondere Erinnerung Europas an den Ersten Weltkrieg zu bewahren. Das Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalen, industrielles Herz Deutschlands, war durch die Rüstungsindustrie essentiell für die Kriegführung des Deutschen Reiches. Menschen aus der Region kämpften deshalb nicht nur an der West- und Ostfront, sondern arbeiteten auch in Betrieben und Bergwerken für den Krieg oder litten Hunger angesichts der Versorgungskrise des Reiches. Selbst nach dem Krieg waren Rhein und Ruhr von den Kriegsfolgen, insbesondere der Ruhrbesetzung, besonders schwer getroffen.

In Bremen musste sich die auf den Außenhandel spezialisierte Wirtschaft mit Kriegsbeginn auf den Binnenhandel umstellen, das Im- und Exportgeschäft kam praktisch zum Erliegen. Auch nach Kriegsende ging es turbulent zu: Eine ausgerufene Räterepublik wurde in Übereinkunft mit sozialdemokratischen und bürgerlichen Kräften von der Reichsregierung gewaltsam niedergeschlagen.

Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative der Europeana Foundation, der Universität Oxford und lokalen Partnern. Die Aktionstage in Deutschland werden von der Europeana Foundation, dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und Facts & Files Historisches Forschungsinstitut Berlin veranstaltet und in Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland, dem LVR-LandesMuseum Bonn, dem Internationalen Zeitungsmuseum Aachen, dem Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte und der Stadtbibliothek Bremen durchgeführt.

Über 4.000 Beiträge mit ca. 50.000 digitalen Objekten sind bereits unter www.europeana1914-1918.eu recherchierbar. Unabhängig von den Aktionstagen können sich Interessierte auf der Internetseite www.europeana1914-1918.eu registrieren und das Online-Archiv selbstständig mit digitalen Bildern und Informationen füllen.

Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie im Internet auf www.europeana1914-1918.eu. Pressefotos können unter folgendem Link heruntergeladen werden: http://pro.europeana.eu/1914-1918-press-images.

Kontakt: 
Europeana 1914-1918
Facts & Files
Frank Drauschke
mob. +49-163-4809862
drauschke@factsandfiles.com
www.europeana1914-1918.eu
facebook.com/europeana19141918

Facts & Files
Pestalozzistr.38
D-13187 Berlin
ph.: +49-30-48098-620
fax: +49-30-48098-629
http://www.factsandfiles.com

Datum: 
Freitag, 18 Oktober, 2013 - 10:00
Datum: 
Freitag, 18 Oktober, 2013 - 10:00 bis 18:00
Veranstaltungskategorie: 
Eintritt: 
Eintritt voraussichtlich frei.