Türkei
Für die (Presse)Freiheit
Schreiben, koste es, was es wolle: Yücels Buch „Agentterrorist“ ist seit Oktober im Verlag Kiepenheuer & Witsch erhältlich.Symbolbild

Presserecht. Der Journalist Deniz Yücel saß ein Jahr in einem türkischen Hochsicherheitsgefängnis, weil er regimekritisch berichtete. Seine Dokumentation „Agentterrorist“ stellte er im Schauspielhaus vor.

Frieden statt Krieg
Die Regenschirme sind gespannt: Die Demonstrierenden trotzen dem Regen. Bild: vitz

Protest. Am 1. November wurde der Welt-Kobanê-Tag gefeiert. Auch in Bochum gingen Menschen auf die Straße.

Einmarsch türkischer Truppen in Syrien
Solidarität mit YPG und weiteren Kurd*innen: 10.000 demonstrierten in mehreren Städten am Wochenende gegen den Einmarsch in Nordsyrien. Bild:stem

Kommentar. Die Türkei marschiert im Norden Syriens ein, um die kurdischen Kräfte auszulöschen – auch mit deutschen Waffen.

#DenizFree – #FreeThemAll
Das Gefängnis Silivri in Istanbul: Hier sind weiterhin türkische und ausländische JournalistInnen inhaftiert. Bild: CC-BY-SA 4.0, CeeGee (Link: https://tinyurl.com/GefaengnisSilivri)

Pressefreiheit. Am vergangenen Freitag entließ ein türkisches Gericht Deniz Yücel aus der Untersuchungshaft. Doch auch weiterhin sitzen viele JournalistInnen in türkischen Gefängnissen. 

#DenizFree – #FreeThemAll
#DenizFree: Die anderen inhaftierten JournalistInnen dürfen nicht vergessen werden. Bild: juma

Kommentar. In der Türkei sitzen über 150 JournalistInnen in Haft. Ihr Vergehen? Sie haben ihren Job gemacht. Deniz Yücel war einer von ihnen, nun ist er wieder in Freiheit, aber die Pressefreiheit ist damit noch lange nicht wiederhergestellt.

 
Großdemo gegen Militäreinsatz in Afrin von der Polizei aufgelöst
Protest gegen die türkische Politik: Rund 20.000 Menschen waren bei der Demo. Bild: stem

Großdemonstration. Am Samstag fanden sich mehrere zehntausend Demonstrierende zusammen, um gegen den Militärangriff der Türkei in Afrin zu protestieren. Obwohl die Demonstration friedlich verlief, wurde sie von der Polizei aufgelöst.

Vortrag eskaliert aufgrund der politischen Positionen des Referenten
Es sollte nur ein friedlicher Protest werden: An der Uni Bielefeld eskalierte ein Vortrag. Bild: Wikimedia Commons Andy1982

Bielefeld. Am 21. November sollte an der Uni Bielefeld ein Vortrag über Geflüchtete in der Türkei stattfinden. Zwischen Protestierenden und VeranstalterInnen kam es zu Handgreiflichkeiten. Der Staatsschutz Bielefeld ermittelt, die Uni spricht von Konsequenzen.

Bedeutende Ausgrabungen in der westlichen Türkei
Bei der Arbeit: Studierende der RUB erforschen in den archäologischen Stätten in Milet die Jahrtausende alte Geschichte. Bild: Christof Berns

Archäologie. Christof Berns, Professor für klassische Archäologie, wurde vom türkischen Ministerrat zum Ausgrabungsleiter in der antiken Stadt Milet ernannt. Für die RUB ergeben sich hierdurch langfristige Perspektiven.

Lesung mit Exil-Journalisten Can Dündar in Essen

LITERATUR. Der ehemalige Chefredakteur der „Cumhuriyet“ Can Dündar las beim Festival Literatürk aus seinem Buch „Verräter“.

Im drei Kontinente verbindenden Reich lebten nicht nur TürkInnen
Das Jahr 1922 brachte der Türkei ihre nationale Souveränität – und besiegelte das Ende des gleichberechtigten Zusammenlebens in einem Vielvölkerstaat.

Essay. Das Osmanische Reich war ein Vielvölkerstaat und profitierte seit dem ausgehenden Mittelalter von Einwanderung. Die damit verbundene Offenheit gegenüber Minderheiten wird bei der aktuell von Erdoğan betriebenen Rückbesinnung aufs Osmanische gerne vergessen.

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